In den kommenden fünf Jahren 

Schulentwicklungsplan des Kreises: Keine Schule wird geschlossen

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Tag der offenen Tür Friedrich-Wilhelm-Schule

Im Werra-Meißner-Kreis werden in den kommenden fünf Jahren keine Schulen geschlossen. Das zumindest sagt der Schulentwicklungsplan der Kreises.  

Im Werra-Meißner-Kreis werden in den kommenden fünf Jahren keine Schulen geschlossen. Das geht aus dem neuen Schulentwicklungsplan des Landkreises hervor. „Die Zahlen rechtfertigen einen Bestand der aktuellen Schullandschaft“, sagte jetzt Landrat und Schuldezernent Stefan Reuß gegenüber den Kreistagsabgeordneten. Lediglich die Barbaraschule in Sontra und die Steintorschule in Witzenhausen werden in dem ab nächstem Jahr gültigen Plan nicht mehr geführt. Die Inklusion habe die beiden Förderschulen überflüssig gemacht.

Gute Entwicklung der Geburtenzahlen im Kreis 

Anlass für die Beibehaltung der Schullandschaft ist die prognostizierte gute Geburtenentwicklung. Im Schnitt werden zurzeit 800 Kinder pro Jahr geboren, die auch im Landkreis zur Schule gehen werden. Ein Höchststand der vergangenen Jahre wurde 2015/2016 erreicht. 

843 Kinder wurden in einem Jahr geboren. Im Jahr 2012/2013 waren es nur 652 Babys. Die Berechnungen nach dem Hildesheimer Bevölkerungsmodell lassen ähnliche Werte erwarten. Bis 2026 ist bei den bis zu Dreijährigen ein Einwohnergewinn von sieben Prozent vorausgesagt, bei den Drei- bis Sechsjährigen sogar ein Zuwachs von 16 Prozent. Bis 2031 soll die Bevölkerung bei den Sechs- bis 14-Jährigen um 22 Prozent steigen.

36 Schulen im Landkreis Werra-Meißner

Der Kreis wird in Zukunft über 36 Schulen verfügen. Neben 20 Grundschulen sind sechs schulformbezogene Gesamtschulen (drei mit Oberstufe), eine Integrierte Gesamtschule, ein Gymnasium, ein Oberstufengymnasium, zwei Berufliche Schulen und zwei Förderschulen hier beheimatet. 

Die Zusammenlegung von Regenbogenschule und Adam-von-Trott-Schule auf einem Schulcampus in Sontra steht kurz bevor, die Arbeiten zur Zusammenlegung von Gerhart-Hauptmann-Schule und Elisabeth-Selbert-Schule in Wanfried haben begonnen. Außerdem wird die Förderstufe der Freiherr-vom-Stein-Schule 2021/2022 nach Vollendung der Sanierung in der Freiherr-vom-Stein-Straße einziehen.

41 Millionen Euro sollen in Schulen investiert werden

Insgesamt wurde in den Jahren 2013 bis 2018 über 41 Millionen Euro in die Schulen investiert. Drei Millionen Euro gab es allein für Neue Medien. 

Digitalisierung für alle Schulen 

Der Anteil Neuer Medien soll in den Schulen im Werra-Meißner-Kreis in Zukunft deutlich steigen. Dafür wird in das Angebot an mobilen Endgeräten und in die Versorgung mit Glasfaseranschlüssen investiert. Das sieht der Schulentwicklungsplan des Kreises für die nächsten fünf Jahre vor. 

Die Anschlüsse über Breitband  

Zurzeit erreichen die Bandbreiten in den Schulen im Kreis Downloadgeschwindigkeiten von 250 bis 600 Mbit/s. Laut Schulentwicklungsplan wird angenommen, dass der Bandbreitenbedarf einer Klasse, die mit Tablets oder Notebooks arbeitet, bei 30 Mbit/s liegt. 

Das könne über die vorhandenen Kupferkabel nicht mehr abgedeckt werden. Die Breitband Nordhessen GmbH, die auch für den Breitbandausbau in den fünf nordhessischen Landkreise zuständig ist, hat einen Förderantrag für Glasfaseranschlüsse gestellt. So sollen digitale Medien in Zukunft besser im Unterricht eingesetzt werden. 2022 könnte es soweit sein.

Nutzung digitaler Medien wird an Schulen weiter steigen 

Der Einsatz digitaler Medien werde in Schulen laut Schulentwicklungsplan in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Der Einsatz von mobilen Endgeräten, die Lehrern wie Schülern im und nach dem Unterricht zur Verfügung stehen, werde dabei Standard sein. Der Werra-Meißner-Kreis erwartet dazu zwei Szenarien: 

1. Die mobilen Endgeräte werden bereits im Unterricht eingesetzt und sollen verstärkt Anwendung finden. Man könne sie einfach in den Unterricht integrieren. Sie sind in jedem Klassenraum einsatzbereit. 2. Die Lehrer werden dabei unterstützt, ihren Unterricht nur noch digital vorzubereiten. Das sei bereits heute der Fall. Bilder, Audios oder Videosequenzen würden in den Unterricht integriert. Dazu müsse allerdings jeder Raum mit Präsentationsmöglichkeiten ausgerüstet sein. 

Räume mit Wlan und mobilen Endgeräten ausstatten 

Raumausstattung Die Klassen- und Fachräume sollen deshalb in den nächsten fünf Jahren folgendermaßen ausgestattet werden: eine WLAN-Ausleuchtung, um die mobilen Endgeräte von Schülern einfach ans Netzwerk anzuschließen,  einen 65 oder 75 Zoll großen Fernseher, um die Ergebnisse allen Schülern zu präsentieren,  jeder Unterrichtsraum bekommt ein Tablet mit Eingabestift.

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