Spannungsfeld von Politik und Religion

Evangelische Kirche lädt zum Neujahrsempfang

Musik, die ins Ohr geht: Die Band der Musikschule Werra-Meißner, 4 Saxes, hat die Besucher des Neujahrsempfangs musikalisch bestens unterhalten. Fotos:  Kristin Weber

Eschwege. Zum Jahresbeginn lädt der evangelische Kirchenkreis Eschwege zum Austausch ein. Prominente aus Kirche, Politik und Gesellschaft kamen.

Das Jahresthema der evangelischen Kirche für 2014 lautet „Reformation und Politik“. Deshalb rückte auch der Evangelische Kirchenkreis Eschwege das Thema Politik in den Mittelpunkt seines Neujahrsempfangs 2014 in der Eschweger Marktkirche.

Die Gastgeber, Dekan Dr. Martin Arnold und Ludger Arnold, Präses der Kreissynode, begrüßten zuerst die zahlreichen eingeladenen Ortsvorsteher. „Mit ihnen möchte ich beginnen, da die Ortsvorsteher die Menschen sind, die in der ländlichen Region die politische Arbeit an der Basis leisten“, sagte Dekan Arnold. Neben ihnen waren die Bürgermeister, die Vertreter der Kommunalpolitik und des Landtags eingeladen. Dazu weitere Vertreter des öffentlichen Lebens, der Schulen, der Wirtschaft und der sozialen Verbände, und nicht zuletzt die vielen kirchlichen Mitarbeiter.

200 Gäste kamen

Vor den rund 200 Gästen referierte Jörn Dulige, Beauftragter der Evangelischen Kirchen in Hessen am Sitz der Landesregierung, über den Nutzen seiner Arbeit in Wiesbaden. Diesen Posten des Kirchenbeauftragten gibt es seit 1972. „Meine Aufgabe ist es, Verbindungen zum Landtag zu pflegen, und den Kontakt zu den Politikern zu unterhalten“, sagte Dulige. Die Kirchen wollten der Landespolitik aber nicht nur als Partner zur Seite stehen, sondern auch als kritischer Mahner.

Neujahrsempfang des evangelischen Kirchenkreises

In der kommenden Legislaturperiode sind es vor allem die Themen Kinderförderungsgesetz, der Schutz der religiösen Feiertage, der konfessionelle Religionsunterricht sowie die zu befürchtenden Kürzungen der freiwilligen sozialen Leistungen, auf die der Kirchenbeauftragte ein besonderes Auge haben werde.

Unterstützung zur Sanierung

Die Bewilligungsbescheide der Kirchenerhaltungsstiftung, mit der diese im Werra-Meißner-Kreis die in den Gemeinden gesammelten Spendenbeträge verdoppelt, um Bau- und Sanierungsprojekte an den Kirchen zu unterstützen, vergab der Vorsitzende, Andreas von Scharfenberg. So gehen 17 500 Euro nach Wanfried, 15 000 Euro noch Waldkappel, 6000 Euro nach Niederhone, 5000 Euro nach Altenburschla und 1450 Euro nach Renda, um die historischen Kirchenbauten und ihre Ausstattung zu erhalten.

Von Kristin Weber

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