Evangelische Kirche muss auf demografischen Wandel reagieren

Kirchenkreis muss Pfarrstellen kürzen

Eschwege. Auch die Kirche bleibt vor den Folgen des demografischen Wandels in der Region nicht verschont. Es gibt immer weniger Menschen und damit auch weniger Kirchenmitglieder. Deshalb muss der Evangelische Kirchenkreis Eschwege, dem 81 Kirchgemeinden mit rund 40 000 Mitgliedern angehören, fünfeinviertel Pfarrstellen einsparen.

Um dieses bereits 2008 formulierte Ziel zu erreichen, werden unter den Kirchgemeinden Stellen zusammengelegt und Kirchspiele neu sortiert. Die grundlegenden Entscheidungen sollen bis zum Herbst dieses Jahres getroffen und abgeschlossen sein. „Wir haben uns bemüht, durchgängig volle Pfarrstellen einzurichten“, sagte Dekan Martin Arnold. „Jetzt sind wir fast am Ziel.“ Die Relation von Kirchenmitgliedern zu Personalstellen solle nicht verändert werden.

So wurde die halbe Pfarrstelle Albungen aufgehoben und dem Kirchspiel Niddawitzhausen, Eltmannshausen und Weidenhausen zugeschlagen. Die Kirchgemeinde Hitzerode gehört jetzt zum Kirchspiel Frankershausen.

Eine halbe Pfarrstelle wird in Reichensachsen eingespart, eine halbe Stelle an der Eschweger Stadtkirchengemeinde, eine dreiviertel Stelle in Harmuthsachsen sowie eine dreiviertel Stelle in Renda. Die Pfarrstelle Breitau ist bereits aufgehoben, in Willershausen wird eine halbe Stelle gestrichen, in Berneburg eine viertel Stelle. Die Gemeinden Schwebda, Grebendorf und Jestädt sollen auf zwei volle Pfarrstellen reduziert werden.

Der „Rückbauprozess“, so Arnold, müsse so menschlich wie möglich gestaltet werden und könne sich durchaus noch sieben bis zehn Jahre hinziehen. „Die Pfarrer müssen andere berufliche Perspektiven haben“, sagte der Dekan. Im Vorfeld der Neustrukturierung war in den Gemeinden, Regionalversammlungen und Pfarrkonferenzen das Thema diskutiert worden.

Von Stefanie Salzmann

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare