Protestanten entscheiden Ende September über ihre Vorstände

Kirchenwahlen ab 14 und auch im Internet

Werra-Meißner. Die Evangelische Kirche führt das Wahlrecht ab 14 Jahren ein. Es gilt bei der Kirchenvorstandswahl am Sonntag, 29. September, dieses Jahres. „Wir möchten die jungen Leute gleich nach der Konfirmation gewinnen, wenn sie sich mit dem Glauben beschäftigt und am Leben der Gemeinde teilgenommen haben“, sagt Dekan Dr. Martin Arnold (Kirchenkreis Eschwege).

Auch für Dekanin Ulrike Laakmann (Kirchenkreis Witzenhausen) ist das Wahlrecht ab 14 Jahren konsequent. „Nach der Konfirmation traut die Kirche den Jugendlichen das Patenamt zu. Viele engagieren sich vorbildlich in der Kirche. Das Zutrauen in ihre Mitwirkung findet im Wahlrecht Ausdruck.“

Erstmals kann auch im Internet abgestimmt werden, wer in Zukunft die Geschicke der Gemeinde lenkt – ein Angebot, das sich nicht nur an junge Gemeindeglieder richte, so Laakmann. Auf den Wahlbenachrichtigungskarten wird ein Code stehen, mit dem dann im Internet gewählt werden kann. Die herkömmliche Urnen- sowie die Briefwahl wird es aber weiterhin geben.

Auf den Wahllisten müssen doppelt so viele Kandidaten stehen wie tatsächlich Kirchenvorsteher gewählt werden. Die Kandidatensuche läuft noch bis Juni. Größere Probleme zeichnen sich in den Kirchenkreisen nicht ab, heißt es aus den Dekanaten übereinstimmend.

Auf Antrag kann die Anzahl der Bewerber verringert werden. Das werde teilweise genutzt, heißt es aus beiden Dekanaten. Denn in kleineren Gemeinden sei die Kandidatensuche manchmal schwierig, sagt Dr. Martin Arnold. Verändern wird sich auch die Zusammensetzung der Kirchenvorstände (KV). Bisher wurden zwei Drittel des KV gewählt, ein Drittel wurde später berufen. In Zukunft werden, unabhängig von der Größe des KV, maximal drei Berufene dabei sein, der Rest wird gewählt.

Von Kathrin Bretzler

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