Festzug des Niederhöner Heimatfestes sorgte für leere Häuser und volle Straßen

Kirmes früher und heute

Mit Pauken und Trompeten: Der Fanfarenzug Eschwege sorgte mit Trommel- und Fanfarenklängen als einer von vier Spielmannszügen für das richtige Tempo des Festzugs. Fotos: Wolfram Skupio

Niederhone. Fast das ganze Dorf war auf den Beinen, als sich zum Höhepunkt des diesjährigen Heimat- und Kinderfestes in Niederhone am Sonntag um 14 Uhr bei strahlendem Sonnenschein der Festzug in Bewegung setzte, an der Spitze ein Polizeimotorrad, das den Weg frei machte.

Einen vielfältigen Festzug hatte Harald Möbs, der Vorsitzende des Heimatvereins angekündigt und Wort gehalten. Gleich vier Spielmannszüge begleiteten die Motivwagen: Der Eschweger Fanfarenzug, der Spielmannszug Werratal, die Silver Lions aus Sontra und der Fanfaren- und Musikzug aus Frankershausen.

Mit Schärpe und Zylinder: Jörg Koch, Zweiter Vorsitzender des Heimatvereins mit Gemahlin und klassischer Kopfbedeckung.

Das Motto „Früher und heute“ wurde auf verschiedenartige Weise umgesetzt. Niedlich kamen die Kinder des Kindergartens Sterntaler daher, teils gekleidet wie Michel aus Löneberga, dann wiederum mit grün gefärbten Haaren als kindlicher Punk.

Die älteren Organisatoren marschierten, mit Schärpe und Blumen geschmückt, der Kirmesjugend voran, die –wie heutzutage üblich– die motorisierte Fortbewegung bevorzugte. Die Landfrauen veranschaulichten den Wandel im Haushalt. Während ein Teil der Damen mit Wäscheleine, Wäschestampfer und Eimer zu Fuß daherkamen, liefen auf dem Motivwagen zwei Waschmaschinen und die Wäscherinnen saßen bequem davor.

Ein weiterer Wagen fuhr mit der aus Pappmaschee gebastelten früheren Dorfschule des Ortes vorneweg, während die in die Jahre gekommene Schulklasse hinterher marschierte. Und auch die Prellballmannschaft, einst Meister und Pokalsieger, erinnerte an vergangene Glanzzeiten.

Bilder vom Festumzug

Festumzug der Kirmes Niederhone

Die Schrullen hingegen erinnerten sarkastisch an ehemalige Kleingärten „Im Butzenhofe“, die eigentlich zu Feuchtbiotopen umgestaltet werden sollten. Das dazu fehlende Wasser gabs als Zuschauer-Erfrischung vom Wagen herab.

Von Wolfram Skupio

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