Start jetzt im August

Kita-Neueröffnung in Eschwege verschiebt sich – wegen Mängeln an Fenstern

Beim Spatenstich am 13. Februar war noch alles in Ordnung. Bislang kamen die Arbeiten gut voran, die ersten Erzieherinnen wurden bereits eingestellt. Jetzt muss an den Fenstern nachgebessert werden.
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Beim Spatenstich am 13. Februar war noch alles in Ordnung. Bislang kamen die Arbeiten gut voran, die ersten Erzieherinnen wurden bereits eingestellt. Jetzt muss an den Fenstern nachgebessert werden.

Aufgrund von „unzureichend ausgeführten Bauleistungen“ kommt es beim Neubau der Kindertagesstätte am Bahnhof zu Verzögerung.

Eschwege – Die ursprünglich angedachte Eröffnung des Kindergartens im März wird deshalb nicht eingehalten. „Die Neueröffnung wird daher für den 1. August 2021 mit Beginn des neuen Kindergartenjahres anvisiert“, sagt Bürgermeister Alexander Heppe.

Zu der Verzögerung war es im Gewerk Leichtmetallarbeiten gekommen. Beim Einbau der Aluminium-Fensterelemente sowie des Sonnenschutzes kam es zu Beanstandungen. Aktuell werden von der Firma Nachbesserungsarbeiten erledigt und weitere Nachweise gefordert. Das hat Auswirkungen auf die gesamte weitere Bauplanung.

Die sich anschließenden Gewerke werden ebenfalls verzögert. „Erschwerende Bedingungen entstehen aktuell durch lange Wartezeiten und Engpässe in der Industrie“, sagt Heppe. Produktionseinschränkungen seien aufgrund coronabedingter Ausfälle derzeit an der Tagesordnung. „Wir haben in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie mit erschwerten Bedingungen gerechnet, jedoch nicht mit solchen Verzögerungen aufgrund aktuell nicht ausreichender Ausführung eines Gewerks“, sagt Jörn Engler, Fachbereichsleiter Familie und Soziales.

Der Neubau gegenüber der Tennisanlage am Eschweger Bahnhofsgelände sollte die Kapazitätsprobleme in der Kinderbetreuung der Kreisstadt lösen. Zahlen des Werra-Meißner-Kreises zufolge standen 2020 in Eschwege 54 Kinder auf der Warteliste. Weitere Kinder sind in der Turnhalle von Niederhone in einer Bedarfsgruppe untergekommen.

111 Betreuungsplätze aufgeteilt in sechs Gruppen entstehen hier. Drei Krippengruppen, eine altersübergreifende Gruppe und zwei Regelgruppen sind auf 1385 Quadratmeter geplant. Die neue Einrichtung sollte ab März schrittweise in Betrieb genommen werden. Erst mit Beginn des Kindergartenjahres im August nächsten Jahres sollte sie annähernd voll ausgelastet sein. Für die neue Kita wurden zwischenzeitlich schon die ersten Erzieherinnen eingestellt. Mit Stephanie Rockenkamm ist auch die neue Leiterin der Kita am Bahnhof schon gefunden.

Die Stadtverwaltung hat inzwischen die Eltern der vorangemeldeten Kinder über die Verschiebung der Inbetriebnahme informiert. „Wir suchen jetzt mit Hochdruck nach einer Übergangslösung zur Betreuung der Kinder“, sagt Heppe. (Von Tobias Stück)

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