Seniorenforum

Klarheit im Schilderwald am Stadtbahnhof

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Frisch gestrichen: Volker Schütz und sein Malertrupp vom Bauhof Eschwege haben das große P auf dem Bahnhofsvorplatz aufgemalt, dass von Udo Nahrwold vom Seniorenforum angeregt wurde.

Eschwege. „Hätten Sie gewusst, dass...“ - unter diesem Motto steht die neue Kampagne für ein besseres Miteinander des Seniorenforums Eschwege. „Wir bekommen viele Anregungen und Beschwerden in unserem Seniorenbüro, und die wollen wir jetzt einmal angehen“, sagt Forumssprecher Udo Nahrwold. Das erste Projekt wurde gestern am Stadtbahnhof Eschwege umgesetzt: Dort prangt jetzt unübersehbar ein großes weißes P auf dem Vorplatz, um Autofahrer darauf aufmerksam zu machen, dass sie sich jetzt auf einem Parkplatz befinden.

„Der NVV-Infostand und der Bäcker im Stadtbahnhof haben sich beschwert, dass einige Autofahrer hier regelrecht durchrasen“, erklärt Nahrwold. Aber auf einem Parkplatz gelte nun einmal Schrittgeschwindigkeit. Das Problem sei, dass Fahrer, die Richtung Waldorfschule wollen, über den Parkplatz am Bahnhof fahren müssen, weil die Straße Am Bahnhof auf der Länge des Parkplatzes zur Einbahnstraße gemacht wurde. Um das Problem der Raser auf dem Parkplatz weiter zu entschärfen, will Nahrwold bei der Stadtverwaltung anregen, dass die Straße wieder in beide Richtungen befahrbar wird.

Der Stadtbahnhof hat das Seniorenforum bereits öfter beschäftigt, so wurde im vergangenem Jahr ein Funktelefon eingerichtet, mit dem Reisende ohne eigenes Mobiltelefon zum Beispiel ein Taxi rufen können. Ebenfalls hatte Nahrwold angeregt die Beschilderung auf dem Parkplatz übersichtlicher aufzuhängen. „Vorher wurde nicht gleich deutlich, dass die rechte Spur die Busspur und die linke die Spur für Autofahrer ist“, sagt Nahrwold.

Etwa fünf bis sechs Projekte will das Seniorenforum im Jahr umsetzen und hofft, dass die zu einem Umdenken bei den Leuten und einem noch besseren Zusammenleben führen. Ideen haben die Mitglieder des Forums schon viele gesammelt. So sollen unter anderem Hecken geschnitten werden, die über Gehwege hängen, Schnee geschippt oder deutlich gemacht werden, dass ein Zebrastreifen nur für Fußgänger da ist und Radfahrer absteigen müssen. „Uns geht es bei vielen Dingen vor allem um die Vorsorge, damit erst gar nichts passiert“, sagt Nahrwold. Man könne von Glück sprechen, dass auf dem Bahnhofsvorplatz bislang noch kein schlimmer Unfall passiert sei. Dies bestätigt auch Volker Schütz vom Bauhof Eschwege, der gemeinsam mit seinen Kollegen den neuen Parkplatzhinweis angebracht hat. „Mir sind hier schon Leute entgegengekommen, obwohl es eine Einbahnstraße ist“, sagt er.

„Enorm viele Pläne“

Das Seniorenforum will aber nicht nur mahnen, sondern auch neue Treffpunkte schaffen. „Wir wollen den Platz am Galgen wiederbeleben“, sagt Nahrwold. Auf dem Platz bei den Werraland Werkstätten plant das Seniorenbüro beispielsweise einen Mehrgenerationenplatz einzurichten. Weitere Projekte in Planung sind ein Rundweg um das Werdchen, damit dieser dann bis zur Brückenstraße geht sowie eine Brücke über den Nebenarm der Werra in Brückenhausen. „Wir haben enorm viel vor“, sagt Nahrwold. Der Bauingenieur hat für alle Projekte schon konkrete Zeichnungen angefertigt. Allerdings kommt es auf die Finanzierung an. „Sponsoren sind mehr als willkommen“, sagt Nahrwold. Hintergrund

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