Gelbe Tonne in Eschwege: Gebühr für kleineres Gefäß

gelbe Tonne Eschwege 
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Kaum ein Größenunterschied: Die 240-Liter-Tonne ist nur geringfügig größer als die 120-Liter-Tonne, wie (von links) Holger Kachel (Umweltservice Wartburgregion), Christian Meret (Fehr-Knettenbrech) und Uwe Schäffer (Leiter Baubetriebshof) zeigen. 

Nach der Einführung der Gelben Tonne in Eschwege wollen viele Bürger das 240-Liter-Gefäß in ein kleineres Modell tauschen. Doch das kostet eine Gebühr. 

Eschwege. Die Einführung der Gelben Tonnen in Eschwege sorgt weiter für Diskussionsbedarf. Nach einer reibungslosen Verteilung zu Beginn des Monats mehren sich jetzt die Anfragen, die größere 240-Liter-Standardtonne gegen das kleinere 120-Liter-Modell auszutauschen. „Das ist aber nur in begründeten Ausnahmefällen möglich und wird fortan auch nicht mehr kostenlos funktionieren“, sagt Holger Kachel, Geschäftsführer der organisierenden Umweltservice Wartburgregion GmbH.

Die Ausnahme sind massive Platzprobleme

Ausnahmefälle seien massive Platzprobleme. „In der dicht bebauten Altstadt kann das Problem auftreten“, sagt Kachel. Rund 300 Grundstückseigentümer hatten deswegen im Vorfeld schon eine kleinere Tonne beantragt. Diese Tonnen wurden auch ausgeliefert. „Das scheint Nachbarn auf den Geschmack gebracht zu haben“, mutmaßt Kachel. Inzwischen seien fast 300 weitere Anträge für die kleinere Tonne eingegangen. „Diese Anträge werden wir jetzt prüfen“, sagt Kachel. Ob allen stattgegeben wird, ist dabei nicht sicher. Der Baubetriebshof wird die Vergabe unterstützend moderieren. „Wir haben die Ortskenntnisse“, sagt der Leiter des Baubetriebshofes Uwe Schäffer. Sollte es wirklich eng zugehen, wird gegen eine Gebühr ausgetauscht.

10.000 Tonnen in Eschwege verteilt

Nachdem sich die Stadtverordnetenversammlung für die Gelbe Tonne ausgesprochen hatte, wurde der Umweltservice Wartburgregion mit der Umsetzung beauftragt. Sie haben 10 000 Tonnen in Eschwege und den Stadtteilen verteilt. Standardmäßig war das 240-Liter-Gefäß inklusive. Über 95 Prozent der Haushalte haben solch eine Tonne bekommen. Für die Grundstückseigentümer war das kostenlos. Die Tonne löst den Gelben Sack ab, der nur noch bis zum Jahresende eingesammelt und schon nicht mehr ausgegeben wird. Grundstückseigentümer begründen den Wunsch nach der kleineren Tonne mit Platzproblemen. „So groß ist der Unterschied nicht“, sagt Kachel und verweist auf die Abmessungen. In erster Linie sei die größere Tonne höher.

Grundstückseigner haben Pflicht zum Müll trennen

Grundstückseigentümer, die die Gelbe Tonne nicht entgegengenommen haben und weiter mit Gelben Säcken arbeiten wollen, wurden registriert. Die Entsorger von Fehr-Knettenrech würden stichprobenartig die Tonnen kontrollieren. „Die Grundstückseigentümer haben die Pflicht, ihre Abfälle zu trennen“, sagt Geschäftsführer Christian Meret. Passiert das nicht, gibt es einen Hinweis. Härtestes Mittel ist die Wegnahme der Tonne. Dann müssen die Verbraucher ihren Müll auf eigene Kosten entsorgen.

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