Klimamesse trotz Corona - aber ohne Besucher 

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Stellten sich ihre ausgearbeiteten Projekte zum Thema Klimaschutz intern vor: Die Schülerinnen und Schüler der Friedrich-Wilhelm-Schule am Freitagvormittag in den Räumlichkeiten der Eschweger Schule. Foto: friedrich-wilhelm-schule

Nach einem ganzen Jahr Vorbereitungszeit fand die Klimamesse an der Friedrich-Wilhelm-Schule unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. 

Eschwege – Das war ein Schock für Lehrer und Schüler gleichermaßen: Ein Jahr Vorbereitung auf die Messe – und dann das Aus am Tag davor. Schuld ist das Corona-Virus SARSCovid-2, auf Grund des erhöhten Infektionsrisikos bei Veranstaltungen mit größeren Menschenmengen hatte der Werra-Meißner-Kreis als Veranstalter die für vergangenen Freitag angekündigte Klimamesse an der Friedrich-Wilhelm-Schule in Eschwege kurzfristig ab.

Große Enttäuschung bei Schülern und Lehrern 

Trotz absoluten Verständnisses für die unbedingte Notwendigkeit dieser Entscheidung war die Enttäuschung bei allen Beteiligten in Kollegium und Schülerschaft groß. Schnell wurde die Idee einer abgespeckten Variante ohne externe Aussteller entwickelt und umgesetzt: Das Schulsprecherteam um Torben Lerch, Hannah Anhof und Nina Skerhut organisierte in nur einem Tag eine „Klimamesse-light“ ausschließlich aus Schülerarbeiten für die Schulgemeinde, damit die aufwendigen Projekte nicht umsonst gestaltet wurden. So fanden die vielen mit außergewöhnlichem Engagement und großer Kreativität gestalteten Exponate doch noch ein kleines, aber fasziniertes Publikum beim Rundgang der Schulgemeinde.

Exponate auf Erdkunde, Ethik, Biologie und Musik

Die Exponate sind unterschiedliche Produkte aus Unterrichtssequenzen verschiedener Fächer von Erdkunde über Kunst, Geografie, Ethik, Biologie bis zur Musik. Sie spiegeln die intensive und kreative Auseinandersetzung mit dem Thema Klima. Beispielsweise haben die fünften Klassen Alternativen zum Klimakiller Palmöl vorgestellt und den gefährdeten Lebensraum Arktis vorgestellt sowie Klima-Botschaften im Kunstunterricht entwickelt. Im Kunstunterricht der sechsten Klassen sind Klima-Triptychons, Klimaspiele und Logos für die Messen entstanden. Die Forscherklasse im Jahrgang 7 hat eine klimafreundliche Schule konzipiert, die Neuntklässler haben Erneuerbare Energien im Kreis vorgestellt, Themenplakate im Pop-Art-Stil entworfen und mit Upcycling alten Sachen neuen Chic verpasst. In der Musikklasse 10b ist ein Klimasong komponiert worden, der in der Aula zu sehen und zu hören war.

Ein Jahr Vorbereitungszeit 

Die Vorbereitung auf die Veranstaltung hat ein Jahr in Anspruch genommen. Alles begann mit der Ausstellung „Plastic Planet“ und der Müllsammlung einer sechsten Klasse.

Damit erreichte die FWS den zweiten Platz beim Umweltpreis des Kreises und bot sich als Ausrichter der Klimamesse 2020 an.

Bereits im Juni 2019 fanden in der FWS Projekttage zum Thema „Klimaschutz“ als Ausgangspunkt für die weitere Arbeit an der Klimamesse statt. Schüler erarbeitet an diesen Tagen in unterschiedlichen Projekten das Thema „Klima- und Umweltschutz“.

Die Planung der Klimamesse an der Eschweger Schule seit Mai 2019 erfolgte federführend durch die Studienrätinnen Anika Hohlstein und Sarah Reiß, die sich um die Präsentation der Schülerprojekte, externe Aussteller, Catering, Plakate, Flyer und weitere Vorbereitungen kümmerten sowie den Kontakt zu den Verantwortlichen des Kreises, Dr. Rainer Wallmann und Gabriele Maxisch, pflegten.

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