22 Intensivbetten

Für den Ernstfall vorbereitet: Situation in Kliniken des Kreises ist "noch entspannt"

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Notdienst im Container: Der Ärztliche Bereitschaftsdienst (ÄBD) wurde in Eschwege aus dem Hauptgebäude des Klinikums in Container ausgelagert.

Mit bisher 26 bestätigten Corona-Infektionen im Kreis (Stand: Donnerstag, 2. April) ist die Situation in den Krankenhäusern entspannt. Im Ernstfall stehen 22 Intensivbetten bereit.

 Mit bisher nur 26 bestätigten Corona-Infektionen im Werra-Meißner-Kreis ist die Situation in den Krankenhäusern bisher entspannt. „Die Entwicklung bleibt bisher deutlich hinter unseren Erwartungen zurück“, sagt Dr. Peter Schott, Ärztlicher Direktor des Klinikums Werra-Meißner. „Das heißt aber nicht, dass die große Welle nicht noch kommt.“

Aktuell behandle das Klinikum acht Verdachtsfälle auf eine Corona-Infektion, zwei Patienten hätten eine gesicherte Diagnose.

Pandemie-Krankenhaus in Witzenhausen

In dem Klinikstandort Witzenhausen, der für den Landkreis auch als Pandemiekrankenhaus fungiert, wurde die Zahl der für Coronafälle reservierten Intensivbetten von sechs auf zwölf verdoppelt. In Eschwege stehen dafür zehn weitere Intensivbetten zur Verfügung. Für die Regelversorgung von Patienten mit anderen Erkrankungen gebe es am Standort Eschwege zehn Intensivbetten.

Kapazitäten in Intensivbetten frei

„Das würde für den Landkreis reichen, wenn die Dynamik so bleibt“, sagt Schott.

Derzeit werde allerdings überregional darüber nachgedacht, Patienten aus kritischen Regionen umzuverteilen. „Es ergibt ja auch keinen Sinn, wenn an einigen Orten Intensivbetten fehlen und anderenorts Kapazitäten ungenutzt bleiben.“

Menschen, bei denen ein Verdacht auf eine Corona-Infektion besteht, müssen sich weiter beim Ärztlichen Bereitschaftsdienst (ÄBD) melden und zur Testung in das Untersuchungszentrum nach Kassel begeben. „Wenn wir stationär Verdachtsfälle haben, testen wir natürlich im Krankenhaus“, sagt Schott. Zugleich räumte Schott mit kursierenden Gerüchten auf, dass das Klinikum bereits Zelte aufbaue, um Patienten zu behandeln.

ÄBD in Eschwege in Container ausgelagert

„Wir haben lediglich in Eschwege Container für den Ärztlichen Bereitschaftsdienst (ÄBD) aufgebaut, weil der am bisherigen Standort nicht hätte weiterarbeiten können“, so der Ärztliche Direktor. Der ÄBD hatte seine Räume inmitten des Krankenhauses.

Ausreichend Schutzkleidung

Auch habe sich zwischenzeitlich die Lage in Sachen Schutzausrüstung für das medizinische Personal gebessert. „Wir bekommen Wochenrationen von den Großhändlern“, berichtet Schott. „Wir sind bisher nicht in Not, prüfen aber zusätzliche Einkaufsoptionen.“

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