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Klinikum Werra-Meißner erwirtschaftet Überschuss

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Nicole Rathgeber Aufsichtsratsvorsitzende
Auf Kurs: Trotz des durch die Coronapandemie bedingten Leistungsrückgangs schließt die Bilanz des Klinikums Werra-Meißner 2021 mit einem Plus. © Sagawe, Harald

Die Jahresbilanz 2021 des Klinikum Werra-Meißner schließt mit einem Plus von 17 500 Euro.

Eschwege/Witzenhausen – Das Klinikum Werra-Meißner hat im zweiten Corona-Jahr 2021 einen Überschuss in Höhe von 17 500 Euro erzielt. Landrätin und Aufsichtsratsvorsitzende Nicole Rathgeber, der Geschäftsführer des Klinikums Werra-Meißner, Christoph R. Maier, sowie Verwaltungsdirektor Michael Rimbach stellten die Bilanz für das Jahr 2021 im Detail vor.

Das Jahresergebnis

Trotz der vorübergehend zurückgestellten planbaren Leistungen sowie dem Freiräumen ganzer Stationen am Standort Witzenhausen – hier wurden ausschließlich Covid-Patienten versorgt – ist es dem Klinikum Werra-Meißner gelungen, 2021 ein leichtes Plus zu erzielen. „Primär ist das auf Corona-Ausgleichszahlungen vom Bund zurückzuführen“, erläutert Geschäftsführer Christoph R. Maier. „Die vom Gesetzgeber für die Krankenhäuser installierten finanziellen Hilfen kompensierten den Leistungsrückgang und führten somit letzten Endes zu einem ausgeglichenen Ergebnis.“

Die Mitarbeiter

Nicole Rathgeber, Christoph R. Maier und Michael Rimbach richten ihren Dank an die Mitarbeiter des Klinikums. Mit ihrem unermüdlichen Einsatz während eines zu keinem Zeitpunkt einfachen Jahres haben alle miteinander zu dem positiven Ergebnis beigetragen. „Der Zusammenhalt innerhalb der Belegschaft war außerordentlich gut in dieser Extremsituation“, sagt Christoph R. Maier. Standortübergreifend hätten sich die Kollegen auf Stationen mit personellen Engpässen ausgeholfen – und das ohne Diskussionen. „So konnten wir unserem Versorgungsauftrag für die Region voll nachkommen – und durch unsere Kompetenz auf der Covid-Intensivstation in Witzenhausen sogar noch darüber hinaus“, lobt der Geschäftsführer.

Die Patienten

Insgesamt wurden 15 193 Patienten stationär im Klinikum Werra-Meißner aufgenommen und versorgt. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Plus von 0,5 Prozent. „Leider“, sagt Christoph R. Maier, hätten einige Patienten das Klinikum aufgrund diffuser Ängste vor einer Coronavirus-Erkrankung gar nicht oder zu spät aufgesucht – teils mit fatalen Folgen.

Die Ertragsentwicklung

Der Gesamtumsatz des Klinikums Werra-Meißner 2021 liegt bei 87 Millionen Euro – gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Plus von 1,9 Millionen Euro.

Das Personal

Insgesamt waren im Jahr 2021 1246 Mitarbeiter im Klinikum Werra-Meißner beschäftigt – die Zahl der Vollzeitkräfte ist gegenüber dem Vorjahr um 22 auf 781 angewachsen. Der Konzern ist damit – auf Augenhöhe mit der Orthopädischen Klinik Hessisch Lichtenau – der größte Arbeitgeber im Kreis.

65 Auszubildende erlernten 2021 am Klinikum Werra-Meißner einen Beruf. „Mit Stolz können wir sagen, dass wir jedem, der ein Examen abschließt, eine Übernahme in ein festes Beschäftigungsverhältnis anbieten können“, sagt Verwaltungsleiter Michael Rimbach. Im Vergleich zu den Jahren 2018/19 sind weiterhin deutlich mehr Ärzte eingestellt worden. „Auch in diesen Bereich ist Ruhe eingekehrt – der Unterbau mit Fach- und Assistenzärzten stimmt jetzt.“

Die Wechsel

Dr. Henrike Lösch-Hünerjäger hat Martin von Hagen als Chefärztin und Ärztliche Leiterin des Zentrums für Psychiatrie und Psychotherapie ersetzt. Die neue Landrätin und Aufsichtsratsvorsitzende Nicole Rathgeber ist auf Stefan Reuß nach Ausscheiden aus dessen Ämtern gefolgt.

Die Investitionen

3,187 Millionen Euro wurden 2021 investiert – und zwar in der Hauptsache in medizinische Infrastruktur sowie in Hard- und Software. „Hier handelt es sich um den üblichen Sockelbetrag, der jährlich investiert werden muss, um Geräte auf dem aktuellsten Stand zu halten.“

Die Meilensteine

Als Meilensteine im Geschäftsjahr können die neu entstandene Kooperation als Lehrkrankenhaus für die Universitätsmedizin Neumarkt a. M. Campus Hamburg, die Einführung der neuen Fachabteilung Geriatrie-Unfallchirurgie sowie die Zertifizierung der Abteilung Kardiologie (bzw. Sektion Angiologie) als „Stätte der Zusatzqualifikation für interventionelle Therapie der arteriellen Gefäßerkrankungen“ genannt werden.

Der Ausblick

Nicole Rathgeber, Christoph R. Maier und Michael Rimbach gaben einen Ausblick auf kommende Projekte. So unter anderem auf das neue Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Elsa Brändström mit Praxen für Orthopädie, Unfallchirurgie, D-Arzt-Behandlungen und Neurologie; auf den Umbau des ehemaligen OP-Trakts für die Röntgen-Praxis im Haus und auch auf den Abriss der Gebäude Albert- und Römheldstraße für das neue Dialysezentrum der PHV. Im Fokus stehen weiterhin Vorbereitungen und Anpassungen an die aktuelle Covid-Entwicklung. Von Emily Hartmann

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