Während der Krise

Kneipp-Verein Eschwege empfiehlt: Bewegung mit einfachen Mitteln

+
Der Gesundheit mit einfachen Mitteln etwas Gutes tun: Der Kneipp-Bund zeigt, wie das auch während der Corona-Pandemie möglich ist. Etwa mit einem Gesichtsguss (links) oder einer Fußsohlenmassage.

Selbst die Zeit in den eigenen vier Wänden kann man aber nutzen, um etwas für die Gesundheit zu tun, teilt Margit Burgheim vom Kneipp-Verein Eschwege mit. Der Kneipp-Bund gibt Tipps.

Die Coronavirus-Einschränkungen sorgen bei vielen Menschen für einen komplett neuen Alltag. Der Bewegungsradius ist begrenzt – und die Möglichkeiten dazu sind es ebenfalls. Der Kneipp-Bund gibt Tipps, wie man ohne großen Aufwand selbst in der Zeit der Corona-Pandemie etwas für Körper und Geist tun kann. Die Übungen in der Übersicht:

Die Klopfmassage

Begrüßen Sie den Tag mit einer Klopfmassage vor dem offenen Fenster. Noch vor dem Morgenkaffee steigert sie das Wohlbefinden, regt die Durchblutung an und schult die Körperwahrnehmung – und versorgt uns mit einer Extraportion Sauerstoff.

Und so geht’s: Vor dem offenen Fenster beginnen wir am kleinen Finger der rechten Hand. Mit der linken Faust oder der hohlen Hand klopfen wir von dort aus den ganzen Arm nach oben bis zum Nacken. Hier können wir mit den Klopfbewegungen etwas verharren, bevor wir an der Arminnenseite (Arm dafür drehen) wieder abwärts klopfen. Nun wechseln wir die Seite und klopfen vom linken kleinen Finger beginnend mit der rechten Hand in gleicher Weise.

Nun klopfen wir mit den Fingerspitzen kreisförmig auf Höhe des Brustbeins, um die Thymusdrüse zu aktivieren. Im nächsten Schritt streifen die Daumen mehrmals um den „Gürtel“, bevor wir leicht mit der flachen Hand die Leisten abklopfen. Etwas mehr Klopfen verträgt der Po, der als Nächstes an der Reihe ist. Danach klopfen wir an der rechten Beinaußenseite nach unten bis zu den Füßen und an der Innenseite wieder hinauf.

Zum Abschluss klopfen wir mit den Fingerspitzen die Schädeldecke entlang und nehmen dabei den Ton bewusst wahr. Nun schütteln wir die Hände kräftig aus und starten in den neuen Tag.

Der Gesichtsguss

Für einen Gesichtsguss benötigen wir entweder ein Gießrohr oder schrauben den Duschkopf ab, um einen ähnlichen Effekt mit dem Duschschlauch zu erzielen. Die Temperatur sollte bei dieser Kaltwasseranwendung zwar zwischen 16 und 18 Grad betragen, kann allerdings nach individuellem Temperaturempfinden angepasst werden. Wichtig ist es, dabei stets ruhig weiter zu atmen.

Wir setzen den Gießstrahl an der rechten Schläfe an und ziehen ihn quer übers Gesicht auf die linke Seite. Das Ganze je nach Empfinden noch einmal wiederholen. Nun führen wir den Wasserstrahl über die Nasenwurzel in die rechte Gesichtshälfte und bewegen ihn in Längsstrichen auf und ab in Richtung Ohr. In einem Bogen wechseln wir über die Stirn und die Nasenwurzel auf die linke Seite und gehen auch dort in kleinen Längsstrichen Richtung Ohr.

Zum Abschluss umrunden wir das Gesicht dreimal gegen den Uhrzeigersinn und streifen das Wasser mit den Händen ab. Für einen extra Frische-Kick legen wir die nassen Hände kurz in den Nacken. Der Gesichtsguss wird angewendet zur Belebung, Straffung und Erfrischung der Haut, er hilft außerdem gut bei Kopfschmerzen oder Abgeschlagenheit und bringt Erleichterung für die Augen nach langem Lesen oder Arbeit am Bildschirm – und in der Allergiezeit bei juckenden Augen.

Die Venen-Fitness

Wenig Bewegung durch den eingeschränkten Alltag machen unseren Beinen und besonders den Venen zu schaffen. Bei vielen bleibt der gewohnte Sport in diesen Tagen auf der Strecke. Und auch, wer nicht regelmäßig Sport treibt, merkt deutlich, dass die vielen Wege, die wir sonst zurücklegen, einfach fehlen. Deshalb lautet die Devise: Runter vom Sofa und in Bewegung bleiben.

Einfache Übungen stärken die Waden- und Oberschenkelmuskulatur:

Die Zehenraupe macht besonders Kindern Spaß. Wir versuchen, uns barfuß im Stehen durch wechselseitiges Anziehen der Zehen fortzubewegen.

Das Füßekippen: Im Sitzen oder Stehen kippen wir die Füße von der Ferse auf die Zehenspitzen, gleichzeitig oder wechselseitig.

Das „Klavierspielen“: In der Rückenlage heben wir die Beine und spielen mit den Zehen auf einem virtuellen Klavier. Eine gute Übung in dieser Position ist auch das „Radfahren“.

Der Treppentanz: Mit beiden Füßen stehen wir auf dem Vorderfuß auf einer Treppenstufe. Die Fersen senken wir (Wadendehnung) und drücken uns dann auf die Fußballen wieder hoch (Wadenstärkung).

Die Igelballmassage: Eine Fußsohlenmassage mit dem Igelball stimuliert die Fußreflexzonen und fördert das körperliche Wohlbefinden.

Der Gesundheit mit einfachen Mitteln etwas Gutes tun: Der Kneipp-Bund zeigt, wie das auch während der Corona-Pandemie möglich ist. Etwa mit einem Gesichtsguss (links) oder einer Fußsohlenmassage.

Das Wassertreten: Es wirkt sich neben der Stärkung des Immunsystems positiv auf den venösen Rückfluss des Blutes aus und hilft bei müden Beinen. Zu Hause können wir mit einem großen Eimer mit kaltem Wasser unsere eigene Kneippanlage nachbauen. Das Wasser sollte mindestens bis zur Mitte der Wade und maximal unter das Knie reichen. Nun mit warmen Füßen abwechselnd die Beine aus dem Wasser heben bis ein Kältegefühl eintritt.

Danach die Zehenzwischenräume abtrocknen und durch Bewegung für Wiedererwärmung sorgen. Das Wassertreten wirkt stoffwechselanregend, regulierend bei hohem Blutdruck und eignet sich als Beruhigungshilfe.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare