Knut John will an die SPD-Spitze im Unterbezirk Werra-Meißner

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Knut JohnDesignierter SPD-Vorsitzender

Der Eschweger Landtagsabgeordnete und Stadtverordnete Knut John bewirbt sich um den Vorsitz der SPD im Werra-Meißner-Kreis. 

Eschwege – Knut John will Vorsitzender der SPD im Werra-Meißner-Kreis werden. Der Eschweger Landtagsabgeordnete und Stadtverordnete bewirbt sich am kommenden Samstag beim Unterbezirksparteitag in Niddawitzhausen um das Amt an der Parteispitze. John will Karina Fissmann (Ringgau) ablösen, die nach drei Amtsperioden und sechs Jahren nicht erneut kandidiert.

Rolle der Parteibasis stärken 

Zwei Themenfelder will John vorrangig angehen: die Rolle der Parteibasis bei politischen Diskussions- und Entscheidungsprozessen, außerdem die durch Mitgliederverluste entstandenen Strukturprobleme in den Ortsvereinen. „Wir müssen zeigen, dass Politik von unten gemacht werden muss und nicht von oben bestimmt werden darf“, sagt John. „Die Parteienverdrossenheit geht auch darauf zurück, weil die Parteien zu weit weg sind von den Menschen.“

Ortsverband Eschwege unterstützt Kandidatur 

Unterstützt wird die Kandidatur Johns nach Angaben des stellvertretenden Vorsitzenden Alexander Feiertag (Eschwege) vom Unterbezirksvorstand und vom Ortsverein der Kreisstadt. Für die drei Stellvertreter-Positionen werden die bisherige Vorsitzende und Landtagsabgeordnete Karina Fissmann, Markus Claus (Eschwege) und Nils Hartmann (Meinhard) vom Parteivorstand vorgeschlagen. Gewählt wird die Führung von 109 Delegierten aus 59 Ortsvereinen und aus den Arbeitsgemeinschaften. Die SPD im Werra-Meißner-Kreis hat etwa 1500 Mitglieder. Fissmann begründet ihren Rückzug mit der zeitlichen Beanspruchung, die auch aus den weiten Wegen resultiert. Als Vorsitzende sei sie im gesamten Kreis gefordert gewesen. Fissmanns Wahlkreis umfasst neben dem südlichen Werra-Meißner-Kreis auch Teile des Landkreises Hersfeld-Rotenburg.

Für John steht fest: Politik muss wieder nachvollziehbar sein. Beispiel: „Die Ablehnung der Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen auf 130 Stundenkilometer durch die SPD-Bundestagsabgeordneten versteht kein Mensch“, sagt John.

Bei den Kommunalwahlen im übernächsten Jahr will John erneut für die Stadtverordnetenversammlung in Eschwege und erstmals auch für den Kreistag kandidieren.

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