Köcheverein Werratal feiert 25-jähriges Bestehen

Tradition: Seit dem Jahr 1993 schälen die Mitglieder des Köchevereins Werratal Spargel für den guten Zweck – bedacht wurden unter anderem auch Altenheime. Auf der Archivaufnahme zu sehen sind (von links) Fritz Mallebré, Stefan Benning und Hubert Worch. Foto: Archiv

Eschwege. Wenn der Köcheverein Werratal 1992 am 12. Juni sein 25-jähriges Bestehen feiert, dann können die aktuell 25 Mitglieder auf ein bewegtes Vierteljahrhundert blicken. 1991 waren es die fünf Köche Dieter Haase, Thomas Geilfuß, Ralf Winkelbach, Helmut Meister und Reinhard Brill, die sich, nach getaner Arbeit regelmäßig montags um 22 Uhr, bei Ulli Schwarz in der Oase in Eschwege zum Stammtisch trafen.

Schon bald hat dieses Quintett, das regen Zuspruch von weiteren Berufskollegen fand, den Grundstein zur Vereinsgründung gelegt. Am 31. Januar 1992 war es dann so weit. In der Altstadtgaststätte Zur Krone haben sich 30 Köche formiert und Reinhard Brill zum Vorsitzenden gewählt. Mit Stefan Wandt, Friedrich Mallebré, Helmut Meister, Dieter Haase, Ralf Wiesmann und Günter Waßmann stand ihm ein starkes Vorstandsteam zur Seite.

Damals wie heute heißt der Vorsitzende Reinhard Brill, der in den 25 Jahren zwischenzeitlich von Ulrich Brack, Jörg Stöber und Christian Koch abgelöst wurde. Die erste öffentliche Aktion war noch im gleichen Jahr die Teilnahme am Eschweger Herbstmarkt. Da präsentierten die heimischen Köche, was sie so alles „auf der Pfanne haben. Unsere Köstlichkeiten wurden uns förmlich aus den Töpfen gerissen“, muss Reinhard Brill schmunzeln. Von diesem Erfolg beflügelt, verzurrte der Köcheverein ab 1993 die alljährlichen Spargelschälaktionen für gute Zwecke. Der Termin wurde fixiert, fand immer wieder am Samstag vor dem Muttertag auf dem Eschweger Wochenmarkt statt.

Von 1998 an legten dann die Mitglieder aus dem Kreisteil Witzenhausen beim Wochenmarkt in Bad Sooden-Allendorf am Donnerstag vor Muttertag nach. Bedacht vom Erlös wurden unter anderem die Eschweger Tafel und die Diakonie. „Unsere klar definierten Ziele waren bei der Gründung, dass wir unseren Berufsstand der breiten Öffentlichkeit näherbringen wollten. Genauso wichtig war uns aber auch die Förderung des Nachwuchses, des kollegialen Miteinanders sowie die gute Zusammenarbeit mit der IHK“, erklärt Reinhard Brill. Es sei ein Verdienst des Köchevereins Werratal gewesen, dass die Auszubildenden seit 1995 nicht mehr in Kassel, sondern in Witzenhausen zur Berufsschule gehen konnten. Vor dem Hintergrund der Unterstützung der Nachwuchsköche werden seither Mitglieder des Köchevereins von der IHK in die Prüfungskommission berufen.

Seit 1994 ist der Köcheverein offizieller Zweitverein der Köche von Deutschland und zuständig für den Werra-Meißner-Kreis. Heute kommen die 25 Mitglieder einmal im Vierteljahr zusammen. „Die Themenschwerpunkte sind die Pokalbesprechungen, auch müssen wir uns ständig mit den Hygienevorschriften auseinandersetzen“, so Reinhard Brill. Am 12. Juni wird in Germerode bei Björn Sippel gefeiert.

Von Harald Triller

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