Auf dem Schützenball begrüßten die ehemaligen Eschweger Könige Vitali Schäfer in ihrer Mitte

König nun im Bund der Schützenkönige

Für ihre Unterstützung und als Erinnerung erhielten die zwei Adjutanten, hier Volkhard Frank, einen Orden vom Schützenkönig.

Schwebda. Bis in die frühen Morgenstunden des gestrigen Tages wurde ausgelassen gefeiert und getanzt. Der Schützenverein Eschwege hatte am Wochenende ins prachtvoll geschmückte Bürgerhaus nach Schwebda zum Schützenball geladen.

Gut 170 Gäste waren der Einladung gefolgt und feierten gemeinsam mit den Schützen die Aufnahme des Königs Vitali Schäfer in den Bund der Schützenkönige.

Zu dem feierlichen Anlass waren Delegationen der Schützenvereine Oberdünzebach, Sontra, Wanfried, Jestädt, Reichensachsen und Berlin sowie eine Delegation des Eschweger Fanfarenzugs erschienen. Vitali Schäfer, der 1993 im Alter von 15 Jahren aus Semipalatinsk in Kasachstan mit seiner Familie in den Werra-Meißner-Kreis kam, ist gelernter Tischler. Seit zehn Jahren hat er bei den Schützen die Position des stellvertretenden Sportwarts inne, repariert unter anderem die Schießstände und baut den Vogel fürs Vogelschießen. „Er ist ein Vorzeigeschütze, wie sich der Verein keinen besseren wünschen könnte“, lobte Präsident Christoph Hoehl den Schützen, der im sportlichen Bereich schon zahlreiche Turniere für sich entscheiden konnte. Als Motiv für die Königsscheibe lag dem König etwas ganz Besonderes am Herzen: Künstler Marco Deiters malte in seinem Auftrag das Atomtestgelände in Semipalatinsk, von dem die Bevölkerung erst 40 Jahre später erfuhr. „Noch heute haben die Menschen in meinem Heimatort gesundheitlich mit den Spätfolgen zu kämpfen“, erklärte Vitali Schäfer.

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Im Laufe des Abends verlieh er seinen beiden Adjutanten, Volkhard Frank und Peter Schäfer einen Orden als Erinnerung an das gemeinsame Königsjahr. Jeweils einen Orden am Bande gabs vom Verein für Schützenkönig, Vogelkönig Sven Tuttaß und Jugendkönigin Isabel Krähe.

Von Gudrun Skupio

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