Nach drei Jahren feiern die Schützen um König Peter und Annemarie Kardel ihre rauschende Ballnacht wieder in Eschwege

Der Königsball ist zurück in der Stadthalle

Flotte Sohle: Vereinspräsident Horst Steinrücken wagt ein Tänzchen mit seiner Frau Gudrun.

Eschwege. Drei Jahre lang, während die Stadthalle umgebaut wurde, musste der Eschweger Schützenverein mit seiner großen Jahresfeier nach Reichensachsen und Schwebda ausweichen. Jetzt ist der traditionelle Königsball nach Eschwege zurückgekehrt. „Wir freuen uns sehr, wieder in der Stadthalle feiern zu können, mit unseren Vereinsmitgliedern und 250 Gästen“, sagt Simons Bartels, der Erste Adjutant im diesjährigen Königshaus.

Neben den Vereinsmitgliedern besuchten befreundete Schützen aus Berlin, aus Bremen, aus Sontra, Wanfried und Oberdünzebach die Feier, dazu zahlreiche Gäste aus der lokalen Politik und vom Eschweger Fanfarenzug. Vor dem großen Büffet stellte Vereinspräsident Horst Steinrücken den Schützenkönig vor, der im September das Königsschießen für sich entschieden hatte. Peter Kardel, der seine Frau Annemarie an seiner Seite hat, wurde 1944 im Oldenburger Land geboren und kam zum ersten Mal zum Johannisfest 1965 nach Eschwege.

Nach seinem Dienst in der Bundeswehr zog Peter Kardel in die Kreisstadt und wurde zum Wahl-Dietemann. Mittlerweile Rentner, war er zuvor als Fernfahrer tätig. Aus diesem Grund trägt die Königsscheibe, die Maler Marko Deiters in jedem Jahr individuell gestaltet, auch das Motiv der Fehmarn-Sundbrücke und eines knallroten Lastzugs. Drei Jahre lang schoss Peter Kardel um die Königswürde, bevor es beim Schützenfest klappte.

Neben ihm bilden sein Erster Adjutant Simon Bartels mit Ehefrau Elisa Rabe, der Zweite Adjutant Karl-Heinz Kassner mit Ehefrau Elisabeth und Vogelkönig Rudolf Bartels mit Ehefrau Karin das Königshaus. Schließlich eröffnete das Königspaar die Tanzfläche zur rauschenden Ballnacht.

Ball der Eschweger Schützen

„Neben dem Sportschießen gehört ja auch die Traditionspflege zu den Aufgaben und Zielen unseres Vereins“, sagte Simon Bartels. „Deshalb sind wir sehr stolz darauf, dass wir einen der wenigen großen Bälle ausrichten, die es in der Region überhaupt noch gibt.“ Auf dem Parkett wurde denn auch rasant das Tanzbein geschwungen, wobei die vielen wunderschönen Abendkleider der Damen zu bewundern waren.

Von Kristin Weber

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