Ortsbeirat  kümmert sich um Verkauf

Ein leerstehendes Haus in Oberhone könnte zum Schmuckstück werden

Laden ein: Ortsvorsteher Ortwin Ludwig (links) und Helmut Noack vom Ortsbeirat vor dem Haus im Kirchweg 6, das bereits schon größtenteils entrümpelt wurde. Foto: Rissmann

Oberhone. Der Anger, das Musikantenhaus und das ganze Umfeld rund um die Kirche in Oberhone sind bereits schön hergerichtet. Einzig das Haus im Kirchweg 6 trübt das Bild der schönen Ortsmitte mit einer heruntergekommenen Fassade und einem Müllberg hinter dem Haus. Das will der Ortsbeirat des Eschweger Stadtteils nun ändern.

Hergerichtet wurde die Dorfmitte während des Dorferneuerungsprogramms, an dem Oberhone von 2002 bis 2012 teilgenommen hat. Nun profitiert der Ort weiter von den Fördergeldern, denn seit 2013 ist die Stadt Eschwege mit allen Stadtteilen im neu aufgelegten Dorfentwicklungsprogramm der hessischen Landesregierung. „Wir haben zum Start des Programms einen Rundgang gemacht und waren uns alle sofort einig: Mit dem Haus muss etwas passieren“, erzählt Helmut Noack. Er ist Mitglied im Ortsbeirat und hat die Koordination des Hausverkaufs übernommen. Das sei zwar ein ganz schöner Papierkrieg gewesen, doch nun habe er alles zusammen, inklusive der Erlaubnis des hessischen Immobilienmanagements, dass er das „herrenlose Haus“ verkaufen darf. Das steht nämlich seit 2010 leer, nachdem der Eigentümer Privatinsolvenz anmelden musste.

„Von außen sieht es nicht so schön aus, aber von innen ist es richtig gut in Schuss.“

Vorher hatte der Besitzer allerdings bereits einiges an dem denkmalgeschützten Gebäude saniert: So wurden neue Strom- und Wasserleitungen verlegt sowie neue Heizkörper installiert. „Von außen sieht es nicht so schön aus, aber von innen ist es richtig gut in Schuss“, sagt Noack. Auch das Dach sei erst vor etwa zehn Jahren neu gedeckt worden.

Um das Haus vorzeigbar zu machen, hat Noack, unterstützt von Mitgliedern des Ortsbeirates sowie seinem Sohn, das Fachwerkhaus bereits gut entrümpelt. Am Sonntag, 26. April, können Kaufinteressierte von 14 bis 16 Uhr die Immobilie dann genauer unter die Lupe nehmen. Insgesamt 130 Quadratmeter Wohnfläche hat das Gebäude zu bieten. Und mit etwas Renovierungsarbeit könne man sich da ein richtiges Schmuckstück zaubern, ist Noack überzeugt. Einzig der Bauschutt hinter dem Haus muss noch weggeräumt werden. „Dort stand eine Scheune, die aus Gründen der Verkehrssicherheit abgerissen werden musste“, sagt er. Besonders interessant, findet Noack, ist der Preis: „Rund 5000 Euro würde das Haus in etwa kosten, wenn wir noch den Schutt entsorgen, liegen wir bei etwa 10 000 Euro.“ Und durch die Teilnahme am Dorfentwicklungsprogramm könne man über 30 Prozent der Sanierungskosten über das Fördergeld wiederbekommen.

Zudem lässt der erfahrene Hausbauer Noack mögliche Interessenten nicht alleine. „Ich stehe mit Rat und Tat zur Seite, wenn das gewünscht wird.“ Auch gibt es ein gemeinsames Gespräch mit dem Denkmalamt, der Stabsstelle Demografie, Dorf- und Regionalentwicklung sowie dem Architekten Christoph Henke, der beim Sanierungskonzept und den Förderanträgen behilflich sein wird.

Von Diana Rissmann

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