Der unsichtbare Mörder

Kohlenmonoxid-Melder: Tödliche Unfälle treiben die Nachfrage rasant in die Höhe

Werra-Meißner. Es ist geruch-, geschmack- und farblos - und lebensgefährlich: das Gas Kohlenmonoxid. Nach mehreren tödlichen Vorfällen, ist die Nachfrage nach Warnmeldern gestiegen.

In der vergangenen Zeit gab es vermehrt tödliche Unfälle, die von den Medien in die Öffentlichkeit getragen wurden. Da momentan viele ihre Wohnräume mit CO-Meldern ausstatten, kam es in einem Baumarkt in Bad Sooden-Allendorf zeitweise sogar zu Lieferschwierigkeiten.

CO kann an mehreren Stellen im Haus auftreten: wo besonders, zeigen die roten Kreise. 

Weil ein Hersteller nicht mit der Produktion von Kohlenmonoxid-Meldern hinterherkam, musste das Hagebaumarkt-Gartencenter in Bad Sooden-Allendorf zwei Wochen lang den Verkauf der elektronischen Lebensretter einstellen. „Die Kunden haben durch die Medien von Unfällen mit Austritt des gefährlichen Gases erfahren und sich daraufhin mit den Meldern eingedeckt“, berichtet Mitarbeiterin Sabrina Guni. 

Mittlerweile seien die Lieferschwierigkeiten aber behoben und der Bestand an Meldern wieder aufgefüllt. Bei jedem Brand müssen die Einsatzkräfte der Feuerwehr mit dem Vorhandensein von Kohlenmonoxid rechnen. „Das Gas entsteht bei der unvollständigen Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Stoffen bei unzureichender Sauerstoffzufuhr“, erklärt Eschweges Stadtbrandinspektor Lothar John. 

„Je nach Konzentration reichen schon wenige Atemzüge aus, damit ein Mensch das Bewusstsein verliert.“ Ist es bereits zu einer Aufnahme über die Atemwege gekommen, muss die Person schnellstmöglich an die frische Luft gebracht und an den Rettungsdienst übergeben werden, so John.

So werden CO-Melder richtig installiert

Die Meldegeräte sind dort sinnvoll, wo eine potentielle Kohlenmonoxid-Quelle wie ein Kamin oder Kachelofen vorhanden sind. Auch ein verstopfter Schornstein kann Ursache für die Entwicklung des tödlichen Gases sein. „Jede Feuerstätte muss regelmäßig geprüft werden, um die Ansammlung von CO zu verhindern“, sagt Schornsteinfegermeister Marco Funk, der wie seine Kollegen die Installation der CO-Melder anbietet. 

Als Installationsorte in Haus oder Wohnung sollten Schlafzimmer, Flur sowie Räume gewählt werden, in denen ein Ofen, Kamin oder eine offene Feuerstelle vorhanden sind.

Rubriklistenbild: © Foto: Gabbert/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.