Suchtprävention weist auf maßvollen Umgang mit Alkohol hin

Komasaufen: Zahl der Einlieferungen stabil

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Werra-Meißner. Die Zahl der Jugendlichen, die mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert wurden, ist in den vergangenen drei Jahren im Werra-Meißner-Kreis stabil geblieben. Das berichtet Harald Nolte von der Fachstelle für Suchtprävention.

Seit drei Jahren haben sich die Zahlen kaum verändert. 2012 waren es 25 Jungen und Mädchen, 2011 24, und 2010 26 Jugendliche. Höhepunkt des sogenannten Komasaufens war das Jahr 2007, als 40 junge Erwachsene mit einer Alkoholvergiftung behandelt wurden.

„Die Zahlen haben sich verbessert, sind aber noch nicht optimal“, sagt Harald Nolte. Zu Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2004 hatten die Krankenhäuser in Eschwege und Witzenhausen lediglich 17 stationäre Aufnahmen zu verzeichnen. „Mindestens auf diese Zahl wollen wir wieder kommen“, sagt Nolte.

Die Fachstelle für Suchtprävention in Eschwege mit ihren Außenstellen in Witzenhausen und Hessisch Lichtenau betreibt seit 1992 Aufklärung im Kreisgebiet. Jedes Jahr erreichen die Mitarbeiter hunderte Jugendliche in den Schulen. Außerdem werden Suchtkranke von der Fachstelle betreut. Heute startet im gesamten Kreisgebiet die Aktionswoche Alkohol „Weniger ist besser“. In Eschwege, Herleshausen und Hessisch Lichtenau finden in den nächsten Tagen Aufklärungsaktionen an den Schulen in Hessisch und Eschwege sowie in Zusammenarbeit mit dem Gemeindeparlament Herleshausen statt. Am Mittwoch geht die Fachstelle auf dem Wochenmarkt in Eschwege an die Öffentlichkeit. Unterstützt werden sie dabei von Landrat Stefan Reuß.

Für September plant die Suchtprävention die Einführung eines Gütesiegels, um Kinder und Jugendliche aktiv vor Alkohol zu schützen. Gaststätten, Diskos, der Lebensmittelhandel, Tankstellen und Vereine verpflichten sich, das Jugendschutzgesetz einzuhalten und Jugendlichen den Zugang zu Alkohol zu erschweren.

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