Digitales Leben

Kommunen digital: Alle haben eine Homepage, nur vier eine Facebook-Seite

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Haben gerade ihre Homepage überarbeitet und präsentieren die neue Homepage der Kreisstadt Eschwege: Bürgermeister Alexander Heppe, Rebecca Herzog-Meister und Marion Hüge. Der Internetauftritt ist jetzt auf allen Endgeräten gleichermaßen gut abrufbar.

Homepages und Social-Media-Seiten sind für Bürger und Besucher ein wichtiger Eindruck. Wir haben die Onlineauftritte der elf Kommunen im Verbreitungsgebiet unter die Lupe genommen.

Berkatal

Die kleine Gemeinde beschränkt sich auf die Internetseite berkatal.de. Facebook oder Whatsapp gibt es nicht. Dafür aber arbeitet Bürgermeister Friedel Lenze emsig daran, die Homepage immer aktuell zu halten – mit Beiträgen zu aktuellen Themen wie Südlink und auch Informationen über die Gemeindepolitik.

Eschwege

Die Kreisstadt hat ihren Internetauftritt unter eschwege.de gerade erst komplett überarbeitet. Benutzerfreundlich soll die Seite sein, gewöhnungsbedürftig ist sie für langjährige Nutzer der bisherigen Version. Unabhängig vom Endgerät stellt sich die Seite flexibel auf PC, Tablet oder Smartphone ein. Gleich auf der Startseite findet sich eine Suchmaske, die über die Volltextsuche und Stichwortverknüpfung alle relevanten Themen findet und den Leser schnell zu den Informationen leitet. 

Einiger Service, wie die Anmeldung zu den Ferienspielen oder manche Terminvereinbarungen, werden heute online angeboten, sämtliche Angebote sollen bis 2022 möglich sein. Rund 200 000 Besucher und knapp 440 000 Klicks werden pro Jahr auf der Homepage gezählt.

Eine offizielle Facebook-Seite der Stadt gibt es nicht. 

Herleshausen

Mit nur einem Klick auf eine Geschichtstour durch die Ortsteile gehen – oder der Gemeindeverwaltung einen virtuellen Besuch abstatten: möglich ist das auf herleshausen.de. Vor rund zwei Jahren hat die Online-Visitenkarte der Gemeinde eine Frischekur erhalten. Federführend verantwortlich: Melanie Faber; wertvolle Unterstützung in Sachen technisches Know-how erhielt sie von den Mitgliedern des Fördervereins für regionale Entwicklung mit Sitz in Potsdam. Der Inhalt der Seite wird auf jedem Endgerät – ob Computer, Smartphone oder Tablet – passgerecht ausgespielt. Immer einen Blick wert ist zudem herles1000.de; eine Internetpräsenz, die mit viel Mühe und Liebe zum Detail ehrenamtlich im Zuge der 1000-Jahr-Feierlichkeiten entstanden ist. 

Einen offiziellen Facebook-Auftritt Herleshausens aber sucht man hier noch vergebens.

Meinhard

Mit dem flotten Slogan „Meinhard zwischen Berg, Tal und Wasser“ beschreibt die Gemeinde unter meinhard.de nicht nur ihre etwaige geografische Lage, sondern auch ihr Wesen: vielfältig und mit Hochs und Tiefs. Auf der Website wird über die Ortsteile und aktuelle Themen der Gemeinde in loser Regelmäßigkeit informiert, Termine für Sitzungen angekündigt. Zudem gibt es ein Verzeichnis der Mitglieder der verschiedenen Gremien, wenngleich diese schwer in den unübersichtlichen Menüs zu finden sind. Als Bürgerservice können bestimmte Antragsformulare von der Seite runtergeladen werden.

Eine offizielle Facebook-Seite der Stadt gibt es nicht. 

Meißner

Optisch frisch, übersichtlich und nutzerfreundlich präsentiert sich Meißner auf gemeinde-meissner.de. Ein praktischer Veranstaltungskalender zeigt stets aktuell auf einen Blick, was wann wo los ist in der Gemeinde – und das ist so einiges. Und wenn es etwas gibt, das den Bürgern auf den Herzen liegt, sind sie beim digitalen „Kümmer-Kasten“ mit einem Mausklick ein Stück weiter. Dank der Kooperation mit dem Förderverein für regionale Entwicklung haben alle kommunalen und sozialen Einrichtungen der Gemeinde die Möglichkeit, an einem exklusiven Förderprogramm teilzunehmen.

Eine Facebook-Seite, die von der Gemeinde bestückt wird, gibt es noch nicht.

Ringgau

Schlicht, aber mit optisch wirklich hübsch gestalteter Startseite – so ist die Website der Gemeinde Ringgau unter ringgau.de. Wegen der schönen Bilder bekommt man auf alle Fälle Lust auf einen Besuch. Die Seite enthält die wichtigsten Bürgerinformationen, Anträge zum Runterladen gibt es nicht, dafür eine Verlinkung zum Entsorgungsbetrieb Fehr.

Dafür aber betreibt Bürgermeister Mario Hartmann eine eigene Bürgermeister-Facebook-Seite, wo er die Besucher mit Fotos und Nachrichten aus seinem Tagesablauf erfreut.

Sontra

Die Kupferstadt ist im Kreis eine Art Vorreiter in Sachen Digitalisierung. Die Internetseite sontra.de ist zwar genauso schlicht gestrickt wie die der anderen Kommunen auch, aber Sontra punktet mit Präsenz in anderen Portalen. Facebookseite, Whatsapp-Dienst und eine Website, in das alle Vereine, Händler oder ganz „normale“ Bürger Informationen und Veranstaltungen verbreiten/bewerben können – in Echtzeit – findet man unter sontra.digital/. Kleine Clips unterhalten die Besucher. 2424 Menschen gefällt das auf Facebook beispielsweise. Die Seiten werden aufwendig gepflegt und bieten ständig neue Informationen.

Waldkappel

Die Homepage waldkappel.de der Stadt Verwaltung hat vor ein paar Monaten eine Überarbeitung erfahren. Die Verwaltungsmitarbeiter Carina Eggert und Markus Munk haben sich darum gekümmert. Sie kommt jetzt optisch frischer und strukturierter daher. Hier gibt es alle wesentlichen Informationen für die Bürger. Gute Idee: Über den Messengerdienst Telegram verschickt das Rathaus Beiträge zu aktuellen Themen. Einziger Kritikpunkt: Das passiert zu selten. Das könnte dazu führen, dass das Bürgerinteresse sinkt.

Einen offiziellen Facebook-Auftritt der Stadt sucht man vergebens.

Wanfried

Vor zwei Jahren wurde die Homepage wanfried.de überarbeitet. Dabei wurde die Darstellungsform auf mobile Endgeräte wie Smartphones angepasst. Alles, was der Stadt wichtig ist, findet sich auf der Startseite. Bürgerservice, Finanzen, Tourismus, Immobilien und die überregional erfolgreiche Bürgergruppe bieten Service für Einheimische wie Auswärtige gleichermaßen. Ein besonderer Service ist „Wanfried mobil“, wo Sehenswürdigkeiten, Gastronomie und infrastrukturelle Einrichtungen auf einer interaktiven Stadtkarte abgerufen werden können.

Als eine der ersten Kommunnen im Kreis hat Wanfried eine offizielle Facebook-Präsenz etabliert. 1280 Nutzer versorgen sich hier mit Informationen. Regelmäßig werden hier Neuigkeiten und Veranstaltungen veröffentlicht.

Weißenborn

„Schaut man auf die Internetseite Weißenborns, fühlt man sich an ein Märchen erinnert“, beschrieb eine Kollegin vor zwei Jahren den Internetauftritt der kleinsten Kommune im Kreisteil Eschwege. Treffender lässt sich das, was unter gemeinde-weissenborn.de im Netz zu finden ist, nicht beschreiben. Die Seite wirkt wie „selbst gemacht“, und trotzdem bekommt der Besucher eine Fülle von Informationen.

Als eine der ersten Kommunen im Altkreis Eschwege hatte die Gemeinde Weißenborn eine Facebook-Präsenz. 448 Personen gefällt das. 

Wehretal

Das Wichtigste zuerst findet sich auf der Homepage Wehretals: die Pressemitteilungen. Der Internetauftritt der Gemeinde Wehretal wehretal.de ist aufgeräumt und übersichtlich und macht es den Nutzern leicht, sich zu orientieren. Trotz der vielen Informationen, die sich hier finden lassen, muss man nicht die Übersicht verlieren. Fast alle erforderlichen Anträge können runtergeladen werden.

Auch auf Facebook tummelt sich die Kommune – hier werden Bilder, Stellungnahmen, Termine und Hinweise für die Öffentlichkeit geteilt. 562 Menschen haben das abonniert.

Werra-Meißner-Kreis

Vollkommen mit Informationen überfrachtet ist die Internetpräsenz des Kreises werra-meissner-kreis.de. Sicher: viele Informationen und Bürgerservices müssen hier untergebracht werden. Leider geht dabei vollkommen die Übersichtlichkeit verloren. Im Sinne der Nutzerfreundlichkeit muss hier dringend mal aufgeräumt werden, um einen zeitgemäßen Internetauftritt zu präsentieren. 

Eine Facebook-Seite, wo man wichtige und aktuelle Informationen kanalisieren könnte, gibt es überhaupt nicht.

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