7,3 Millionen Euro mehr für Städte und Gemeinden

KFA: Kommunen sind mit Neuverteilung zufrieden

Werra-Meissner. Die Kommunen im Werra-Meißner-Kreis sind zufrieden mit der Neuverteilung des Geldes aus dem Kommunalen Finanzausgleich (KFA). Die 7,3 Millionen Euro mehr, die in den Kreis fließen (wir berichteten), bedeuten für alle Kommunen einen Zugewinn im Haushalt 2016.

Die erhöhten Zuweisungen reichen von 25 000 Euro in Berkatal bis zu 1,7 Millionen Euro in der Kreisstadt Eschwege. Unzufrieden ist der Werra-Meißner-Kreis, dem 386 000 Euro weniger zugewiesen werden. „Meine Befürchtungen haben sich leider bestätigt“, sagt Landrat Stefan Reuß. Zu den Gewinnern der Neuverteilung der Finanzmittel gehört die Stadt Hessisch Lichtenau. „Wir schneiden gut ab und sind deshalb zufrieden“, sagt Bürgermeister Jürgen Herwig. Als Mittelzentrum wird Hessisch Lichtenau in der Finanzausstattung Herwigs Meinung nach besser gestellt. Außerdem wird Rechnung getragen, dass Hessisch Lichtenau mit seinen 13 Stadtteilen erhöhte Infrastrukturaufgaben zu erfüllen hat. „Das war eine der Forderungen bei der Neuverteilung“, sagt Herwig. Hessisch Lichtenau bekommt als einzige Kommune im Kreis obendrein einen besonderen Bonus. 123 000 Euro gibt es als außerordentliche Zuweisung für Flüchtlinge. Dem Kreishaushalt fließen 140 000 Euro zu. Die größte Summe ist für die Kreisstadt Eschwege vorgesehen. Über 1,7 Millionen Euro hat Stadtkämmerer Reiner Brill 2016 zusätzlich zur Verfügung. „Das Geld wird aller Voraussicht nach dafür sorgen, dass wir den Haushaltsausgleich schaffen werden.“ Die Finanzspritze sei das i-Tüpfelchen auf die Konsolidierungsbemühungen der vergangenen Jahre. Für den Landkreis entspinnt sich ein gegenteiliges Szenario: „Das ist ein deutlicher Rückschlag für unsere Bemühungen den Kreishaushalt nachhaltig zu sanieren“, sagt Reuß Nach erster Zufriedenheit beklagt Wanfrieds Bürgermeister Wilhelm Gebhard auf der anderen Seite zu hohe gesetzliche Auflagen.

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