Landräte diskutierten

A38: Sanierung des Heidkopftunnels rückt näher - Länder wollen Verkehrschaos verhindern

Heidkopftunnel - Ein- und Ausfahrt im Zuge der Autobahn 38, A 38, bei Friedland/Reiffenhausen. Luftbild: Stefan Rampfel
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Soll saniert werden: Die betroffenen Länder Hessen, Thüringen und Niedersachsen wollen dabei gemeinsam ein Verkehrschaos verhindern.

Bei der Sanierung des Heidkopftunnels im Dreiländereck wollen die Landräte vermeiden, dass es zu einem täglichen Zusammenbruch des Verkehrs kommt.

Die Landräte Bernhard Reuter (Göttingen), Dr. Werner Henning (Eichsfeld) und Stefan Reuß (Werra-Meißner) bauen darauf, dass es bei der Sanierung des Heidkopftunnels auf der Autobahn 38 vom Herbst kommenden Jahres an nicht zu einem täglichen Zusammenbruch des Verkehrs kommt.

„Dafür machen wir uns stark“, sagte Reuter (SPD). Er war Gastgeber einer Konferenz der drei Landkreise in der Niederlassung Osterode der Göttinger Kreisverwaltung. Sie fand erstmals am 23. Januar 1990 statt und seitdem jedes Jahr wechselseitig, 2020 ist sie in Worbis im Eichsfeld geplant.

A38: Heidkopftunnel liegt im Dreiländereck zwischen Niedersachsen, Hessen und Thüringen

Von der Sanierung des Heidkopftunnels im Dreiländereck zwischen Niedersachsen, Hessen und Thüringen sind alle drei Kreise betroffen. Nach Darstellung Reuters soll die Sanierung der Fahrbahnen auf der wichtigen Ost-West-Verbindung so erfolgen, dass jeweils eine Fahrtrichtung im Tunnel weiter genutzt werden kann. 

Diskussionsrunde: Die Landräte (von links) Stefan Reuß (Werra-Meißner, SPD), Bernhard Reuter (Göttingen, SPD) und Dr. Werner Henning (Eichsfeld, CDU) bei der Konferenz der drei Landkreise in Osterode.

Veranschlagt ist pro Richtung eine Bauzeit von etwa zwei Monaten. Ziel ist es, die Belastung in den betroffenen Dörfern so gering wie möglich zu halten, sagte Eichsfeld-Landrat Henning (CDU).

Fachkräftemangel in den drei Landkreisen war ebenfalls Thema

Ein weiterer Punkt war der Fachkräftemangel in allen drei Kreisen, auch in den Verwaltungen. „Das zog sich wie ein roter Faden durch die ganze Konferenz“, sagte Reuter. Vorgestellt wurden Projekte wie der Innovationscampus Göttingen und das Welcome-Center in der Uni-Stadt. Außerdem ging es um die berufliche Ausbildung. Die Berufsbildenden Schulen in Duderstadt, Worbis und Heiligenstadt sollen künftig kooperieren.

Zusammenarbeiten wollen die Kreise auch bei der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes, das für Menschen mit Behinderungen viele Verbesserungen vorsieht. Als Selbstläufer bezeichnete Reuter die Kooperation im Tourismus. „Da können wir nur sagen: Weiter so!“

Menschen denken nicht in Kreis- und Ländergrenzen

Probleme bereitet bei der Kooperation mitunter die unterschiedliche Landesgesetzgebung, sagte Reuter. Die Menschen würden aber nicht in den Kategorien von Kreis- und Ländergrenzen handeln. Reuter meint deshalb: „Wir müssen uns davon leiten lassen, was die Menschen denken.“

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