Konfirmation behält hohen Stellenwert im Werra-Meißner-Kreis

Eschwege. Die Zahl der Konfirmierten in den Kirchenkreisen Eschwege und Witzenhausen schwankt. Es gibt von Jahr zu Jahr teilweise starke Veränderungen, insgesamt zeigt die Kurvenlinie aber nach unten.

Im vorigen Jahr traten in Witzenhausen 318 Jugendliche vor den Altar, zehn Jahre zuvor ließen sich noch 338 einsegnen. Dazwischen lag der Höchstwert bei 413 (2004), dann folgte ein Abwärtstrend bis auf 319 (2007), 2011 wurden erstmals unter 300 Konfirmierte verzeichnet: 285. Mit 267 war 2012 der Tiefpunkt erreicht. Im Kirchenkreis Eschwege werden in diesem Jahr 433 Jugendliche konfirmiert. Vor drei Jahren waren es nur zehn mehr. Im Jahr 2012 waren es 455 Jugendliche, die sich für eine Konfirmation entschieden haben. Im vergangenen Jahr haben sich 403 Jugendliche konfirmieren lassen.

In der katholischen Kirchengemeinde Witzenhausen treten in diesem Jahr 16 Kinder zur Kommunion an, in der Gemeinde St. Elisabeth in Eschwege sind es 23. Nach Ansicht der Witzenhäuser Dekanin Ulrike Laakmann spiegelt sich der demografische Wandel in der Region in dem auf lange Zeit betrachteten Rückgang an Konfirmanden wider. Pro Jahrgang gebe es nur relativ wenige evangelische Jugendliche, die sich nicht konfirmieren ließen. Die „Amtshandlung“ Einsegnung habe „nach wie vor einen hohen Stellenwert“, hat sie festgestellt. Schließlich handele es sich um die Bestätigung des Taufbekenntnisses und bedeute für die Jugendlichen den Schritt in eine andere (Glaubens-) Mündigkeit. Die Konfirmation, sagt Laakmann, sei ein fester Bestandteil in der Gesellschaft. Die Dekanin ist, wie sie sagt, sehr froh, dass es die Konfirmation gibt. Im Rahmen der Konfirmandenzeit komme es so zum Gespräch mit jungen Menschen, die nach Gott und der Welt fragten. Das sei auch wichtig für die Kirche, um den Dialog zwischen den Generationen zu pflegen.

Von Stefan Forbert und Franziska Kiele

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