Hausapotheke absetzen

Tipp: Kosten für Medikamente können die Steuer mindern

Ärztliches Rezept: Medikamente lassen sich steuerliche absetzen. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Die Kosten einer Hausapotheke lassen sich von der Steuer absetzen, wenn der Arzt die Medikamente verschrieben hat.

Ärztliches Rezept

Entscheidend ist, dass das ärztliche Rezept vor dem Kauf ausgestellt wurde. Seit 2009 ist diese Rechtsprechung gültig, das Finanzgericht Rheinland-Pfalz bestätigte das in einem Urteil (Aktenzeichen 5 K 2157/12). Bis 2009 war es möglich, ein Medikament erst in der Apotheke zu kaufen, sich danach ein Rezept ausstellen zu lassen und anschließend die Kosten für das Medikament von der Steuer abzusetzen. Das geht jetzt nicht mehr.

Heute gilt Folgendes: Erst zum Arzt, dann Medikament kaufen und anschließend die Kosten, die nicht von der Krankenkasse gezahlt werden, in die Steuererklärung eintragen. Außerdem müssen die Medikamente der Heilung oder Linderung einer Krankheit dienen. Ausgaben für eine Krankheitsvorbeugung können in der Regel nicht abgesetzt werden. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, zählen die Kosten für Medikamente zu den sogenannten außergewöhnlichen Belastungen. Dafür gibt es in der Steuererklärung seit 2019 eine eigene Anlage. 

Und was kann man konkret absetzen?

Zum Beispiel die Ausgaben oder Zuzahlungen für die Geburt eines Kindes, Homöopathie, Impfungen, eine Brille, Krankengymnastik oder Behandlungen beim Zahnarzt sowie die Zahnspange.

Sie haben noch Fragen? Wenden Sie sich an einen Steuerberater Ihrer Wahl oder an einen Lohnsteuerhilfeverein in Ihrer Nähe. (red)

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