Amtsgericht Eschwege warnt vor gefälschten Kostenbescheiden

Eschwege. Gefälschte Gerichtskostenbescheide sind derzeit im Werra-Meißner-Kreis im Umlauf. Davor warnt das Amtsgericht Eschwege.

In einem hier bekannt gewordenen Fall ist als Absender einer vermeintlichen Gerichtskostenrechnung das nicht existierende „Zentrale Registergericht Werra-Meißner-Kreis, PAZ Restschuldbefreiung“ angegeben. PAZ ist eine Phantasieabkürzung. Empfänger der angeblichen Kostenrechnung ist der Schuldner in einem Insolvenzverfahren. Die Anschrift des Schuldners, das Aktenzeichen und die weiter genannten Daten sind korrekt und wurden offenbar der Insolvenzbekanntmachung im Internet entnommen.

Dem Schuldner wird bei Ausbleiben der Zahlung die Nichteinleitung des Privatinsolvenzverfahrens angedroht. Bei den in Rechnung gestellten Beträgen ändern sich die Summen. In dem Fall, um den es hier geht, sind es 84 Euro. Die Briefe ähneln den Originalen verblüffend, auch ein Überweisungsträger liegt bei, allerdings mit falscher IBAN-Nummer und ohne die echte BIC, die HELADEFF lauten muss.

Dr. Alexander Wachter, Direktor des Eschweger Amtsgerichts, weist darauf hin, dass Gerichtskosten ausschließlich bei Gerichtskassen einzuzahlen sind. Wer ein verdächtiges Schreiben erhält, kann sich damit beim Amtsgericht melden. (hm)

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