Krawallschachtel bis Greizgemigge

Tag der Muttersprache: Bereits über 100 Worte eingegangen

Ein braunes Plakat mit schwarzer Schrift ist zu sehen.
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Eines der eingesendeten Worte aus dem Norwegischen: „Klinkekule“.

Die schönsten Wörter aus allen Sprachen sammelt Omnibus, die Freiwilligenagentur der evangelischen Familienbildungsstätte, zum Tag der Muttersprache.

Eschwege – Am morgigen Sonntag begeht die Unesco zum 22. Mal den internationalen Tag der Muttersprache. Ziel: Ein Bewusstsein für die weltweite Vielfalt schaffen und den mehrsprachigen Unterricht fördern.

Omnibus, die Freiwilligenagentur der evangelischen Familienbildungsstätte, hatte deshalb alle Menschen aus der Region dazu aufgerufen, sich an diesem Tag zu beteiligen und Worte aus verschiedenen Muttersprachen einzusenden, die schön, wertvoll oder witzig sind (wir berichteten). „Es liegen uns dazu mittlerweile über 100 Worte vor. Dankeschön für die vielen Schätze, die bereits jetzt eingetrudelt sind“, sagt Kathrin Beyer von der Freiwilligenagentur.

Teilnahme ist ganz einfach

Wie die Teilnahme funktioniert? Die Menschen aus der Region können ihr Wort auf eine Fahne schreiben und die Übersetzung gleich mitliefern sowie den Ursprung oder die Herkunft kurz erklären. Die Stofffahne kann man dann bei der Familienbildungsstätte in Eschwege abgeben und sich die „Wortschätze“ aus anderen Sprachen und Kulturen ansehen.

Die eingereichten Wörter erzählen viele kleine Geschichten, sagt Kathrin Beyer. Da ist die Krawallschachtel – eine liebevoll gemeinte Bezeichnung für ein Mädchen oder eine Frau, die mal wieder so richtig nervt. Oder vielleicht nutzt der eine oder andere aus dem Werra-Meißner-Kreis das Wort „Greizgemigge“, wenn mal wieder etwas richtig schiefläuft?

Der Ursprung des Tages

Historisch nimmt der Tag der Muttersprache übrigens Bezug auf den 21. Februar 1952. Damals protestierte die Bevölkerung der pakistanischen Provinz Bengalen gegen die Einführung von Urda als Amtssprache. Das in der Bevölkerung weitverbreitete Bengali sollte zurückgedrängt werden. Fast 20 Jahre später wurde Ost-Bengalen unabhängig und führte Bengali als Amtssprache ein. Der Staat heißt heute Bangladesch. Omnibus lädt die Menschen der Region auch dazu ein, Worte ihrer Muttersprache, die eine besondere Bedeutung haben oder für sie besonders schön und wertvoll sind, samt der persönlichen Gedanken dazu einzusenden. Die Briefe werden an Menschen verteilt, die sich über Post freuen. Möglich ist das noch bis zum 1. März: Evangelische Familienbildungsstätte, An den Anlagen 14a, 37269 Eschwege. Maurice Morth

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