Millionen für die Digitalisierung

Kreis bewirbt sich um Teilnahme am Modellvorhaben „Smarte Landregionen“

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Spätestens seit Corona ein Begriff: Homeoffice, die ortsunabhängige Gestaltung von Arbeit dank digitaler Möglichkeiten.

Der Werra-Meißner-Kreis bewirbt sich derzeit um die Teilnahme am Modellvorhaben „Smarte Landregionen“ des Bundeslandwirtschaftsministeriums.

Die Zwischenbilanz: „Der Kreis hat die nächste Stufe im Bewerbungsverfahren erreicht und befindet sich jetzt im Wettbewerb mit den verbliebenen 22 Landkreisen um die voraussichtlich sieben zu vergebenen Förderprojekte“, sagt Landrat Stefan Reuß.

Umsetzung digitaler Lösungen im ländlichen Raum

Mit dem Modellvorhaben „Smarte Landregionen“ unterstützt das Bundeslandwirtschaftsministerium bis zu sieben einzelne Landkreise bei der Entwicklung und Umsetzung digitaler Lösungen im ländlichen Raum. „Wir hoffen, dass wir auch in der kommenden Bewerbungsrunde mit unseren Projektideen punkten können und im Sommer zu den Landkreisen gehören, die eine Förderung erhalten. Dazu werden wir in den kommenden Wochen unsere Projektideen weiter ausgestalten und schärfen“, sagt Stefan Reuß.

Das Modellvorhaben richtet sich explizit an ländlich geprägte Landkreise, die durch ihre Teilnahme zu „Smarten Landregionen“ werden sollen. Das Projekt ist angesiedelt im Bundesprogramm „Ländliche Entwicklung“.

Einsatz neuer technischer Möglichkeiten

Der Einsatz neuer technischer Möglichkeiten sei entscheidend, um das Lebens- und Arbeitsumfeld gerade in ländlichen Regionen attraktiv zu halten, heißt es in der Projektbeschreibung. Das gelte insbesondere für zukunftsrelevante Bereiche wie etwa E-Mobilität, E-Learning und Bildung, Telemedizin und die flexible, ortsunabhängige Gestaltung von Arbeit, aber auch regionalen Wirtschaftskreisläufen. Auch soziale und kulturelle Angebote auf dem Land könnten von digitalen Vernetzungs- und Bewerbungsmethoden profitieren.

Voraussichtlich im Sommer 2020 stehen die Modellregionen fest. Die ausgewählten Landkreise gestalten dann aktiv mit dem Institut Fraunhofer IESE (Experimentelles Software Engineering) die digitalen Dienste; sie führen diese vor Ort ein und gewinnen Bürger für die Nutzung der neuen digitalen Angebote, so die Idee.

Förderung von bis zu einer Million Euro

Die ausgewählten Landkreise erhalten jeweils eine Förderung von bis zu einer Million Euro. Der Förderzeitraum ist auf 48 Monate angelegt. Das gesamte Vorhaben wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert.  red/esp

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