Reuß: Auswirkungen der Volkszählung Zensus auf den Kreishaushalt noch unklar

Kreis-Defizit ist nur noch halb so groß

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Werra-Meißner. Wie sich die Ergebnisse der Volkszählung Zensus auf den Werra-Meißner-Kreis finanziell auswirken, sei noch nicht klar, sagte Landrat Stefan Reuß (SPD) im Kreistag. "Die Rückberechnung wird spannend", sagte er.

Ganz so dramatisch wie zum Beispiel in Berlin, wo jetzt 180.000 Einwohner fehlen, werde es für den Kreis wohl nicht, sagte Reuß. Laut Zensus 2011 leben im Werra-Meißner-Kreis 1258 Menschen weniger als bisher angenommen. Das Land Berlin rechnet dadurch mit Einnahmeausfällen von einer Milliarde Euro.

Rückverrechnungen wären für den Kreis bedauerlich, weil sich die Haushaltszahlen im Jahr 2012 gut entwickelten, berichtete Reuß. Das vorläufige Defizit liege bei sechs Millionen Euro, was nur noch die Hälfte von dem wäre, was geplant war. "Wir reihen uns ein in die gute Entwicklung anderer Kommunen", sagte Reuß.

Zwar seien die Rückstellungen beim vorläufigen Haushaltsabschluss noch nicht berücksichtigt. Am Gesamtergebnis werde das aber kaum mehr etwas ändern, sagte der Landrat.

Nun müssten die Kassenkredite "nur" um 4,5 Millionen Euro steigen. Gleichwohl sei die finanzielle Last dadurch immer noch sehr groß. Insgesamt liegen die Kassenkredite nun bei 67 Millionen Euro. Wegen der Zinszahlungen "ist und bleibt es das Grundübel", sagte Reuß. (clm)

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