Potenzial in Wirtschaft, Finanzen und Flüchtlingsintegration

Landrat Reuß blickt zurück: Kreis entwickelt sich positiv

Werra-Meißner. Ein überaus zufriedenes Fazit zieht Landrat Stefan Reuß über das abgelaufene Jahr. Der Standort Werra-Meißner-Kreis entwickele sich positiv, sagt Reuß. 

Die Flüchtlingskrise habe sich normalisiert, die Finanzentwicklung des Kreises entwickele sich positiv, die wirtschaftliche Situation im Kreis habe sich gebessert und der vorausgesagte Bevölkerungsschwund sei nicht eingetreten. „Wir können erwartungsfroh in die Zukunft schauen“, sagte Reuß gegenüber unserer Zeitung.

Die zum vergangenen Jahreswechsel alles bestimmende Flüchtlingskrise sei im Werra-Meißner-Kreis unter Kontrolle. Die Integration der Flüchtlinge sei gut angelaufen. „Unser Masterplan Integration hat überregional für Aufmerksamkeit gesorgt“, sagt Reuß. Heute koordiniert die Stabsstelle Migration alle Projekte zum Spracherwerb, der Integration in Sport und Vereinen, der Vermittlung ehrenamtlicher Hilfe und einer gezielten Vermittlung in Ausbildung und Arbeit.

Stefan Reuß

Die wirtschaftliche Situation im Kreis bewertet Reuß als erfreulich. Zum Ende dieses Jahres liegt die Arbeitslosenquote deutlich unter sechs Prozent. Industrie, Handel und Handwerk melden einhellig einen großen Bedarf an Fachkräften. „Auch die Lage am Ausbildungsmarkt ist sehr gut.“ Die Finanzentwicklung des Kreises sieht Reuß auf einem guten Weg. Der Haushaltsentwurf für das Jahr 2017 sieht ein Plus von rund 2,2 Millionen Euro vor. Problematisch sei die große Altschuldenlast. „Deshalb werden wir den Sparkurs weiter fortsetzen, wobei wir wichtige Investitionen in unsere Zukunft, insbesondere in unsere Schulen, fortführen werden“, sagt Reuß.

Dass sich der Standort Werra-Meißner insgesamt positiv entwickelt, zeigen nach Meinung von Reuß die Zahlen zur demografischen Entwicklung. Der vorausgesagte weitere Bevölkerungsrückgang hat sich zum einen deutlich verlangsamt, zum anderen gibt es erneut mehr Zuzüge als Wegzüge zu verzeichnen. „Dies ist ein gutes Zeichen und ermutigt uns dazu, den demografischen Wandel weiterhin aktiv zu begleiten und gleichzeitig für den Wohn- und Arbeitsstandort Werra-Meißner erfolgreich zu werben.“

Große Erwartungen setzt Reuß in den Breitbandausbau in Nordhessen, der von den fünf Landkreisen vorangetrieben wird. In diesem Jahr erfolgte der erste Spatenstich für den Netzausbau. Im kommenden Jahr werden die ersten Orte an das schnelle Internet angeschlossen. „Dabei hat uns gerade erst vor wenigen Tagen die gute Nachricht erreicht, dass wir beim Ausbau schneller vorankommen werden als gedacht“, berichtet Reuß. Zwölf Orte mehr als für 2017 vorgesehen werden bereits im kommenden Jahr angeschlossen.

Rubriklistenbild: © picture alliance / Jens Büttner/

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