Kreis: Feuerwachen fehlt oft die Notstromversorgung

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Werra-Meißner. Auch wenn die Abteilung Katastrophenschutz beim Werra-Meißner-Kreis grundsätzlich zufrieden damit ist, wie die Feuerwehren den stundenlangen Stromausfall bei Orkan „Friederike“ im Januar gemeistert haben, gibt es noch einige Baustellen.

Dazu gehört vor allem die fehlende Notstromversorgung vieler Feuerwehrgerätehäuser, bestätigt Jörg Klinge, Sprecher der Werra-Meißner-Kreises, auf Nachfrage.

Zahlen, wie vielen Feuerwachen im Kreis Einspeisemöglichkeiten für Strom über einen Generator fehlen, liegen aktuell nicht vor. Aber allein 14 der 16 Witzenhäuser Feuerwehrhäuser müssten nachgerüstet werden, wie aus dem aktuellen Bedarfsplan von Stadtbrandinspektor Björn Wiebers hervorgeht. Dabei sieht die neue DIN-Norm 14092 für Feuerwehrhäuser eigentlich vor: „Zur dauerhaften Sicherstellung der Einsatzfähigkeit muss eine Einspeisemöglichkeit für ein mobiles Notstromaggregat vorgesehen werden.“

Strom in der Feuerwache ist wichtig, damit die Rolltore geöffnet und die Einsatzfahrzeuge losfahren können. Zudem empfiehlt das hessische Innenministerium im „Mustereinsatzplan Stromausfall“, dass im Notfall die Feuerwachen Anlaufstelle für die Bürger sind. Diese können dort Notfälle melden, wenn Telefon- und Handynetze zusammmenbrechen. Die Erfahrungen während Orkan „Friederike“ zeigen, dass viele Bürger dieses Angebot instinktiv nutzen.

Laut Klinge wäre es sinnvoll, wenn in einem ersten Schritt die Stromgeneratoren auf den Einsatzfahrzeugen genutzt werden könnten. Danach sollte, wenn nötig, eigene Generatoren für die Gebäude angeschafft werden, damit die mobilen Geräte woanders eingesetzt werden können. Die Kosten dafür müssten die Kommunen tragen, bestätigt Andreas Nickel, Sprecher der Bürgermeister im Kreis. Das Land mache entsprechende Empfehlungen zur Ausstattung der Feuerwehren, stelle aber kein Geld dafür zur Verfügung.

Weitere Infos über den Stromausfall während Orkan Friederike gibt es hier

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