Vize-Landrat kritisiert Pläne zur Reform des EEG

Kreis hält an Zielen zum Klimaschutz fest

Werra-Meißner. Auch wenn die Vergütung für eingespeisten Strom aus Windkraftanlagen weiter gesenkt und es entsprechend schwieriger wird, Windparks wirtschaftlich zu betreiben, findet Vize-Landrat Dr. Rainer Wallmann (Grüne) es „nach wie vor richtig“, die geeignetsten Areale als Windvorrangflächen im Regionalplan auszuweisen.

Wallmann kritisiert die Tendenzen, die Bundeswirtschaftsminister Gabriel (SPD) zur Reform des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) angedeutet hat. Er betont, dass an den Zielen des Klimaschutzkonzepts des Kreises festgehalten werde. Danach soll ab 2050 Wärme- und Strombedarf ausschließlich durch Öko-Energie gedeckt werden.

Der Grünen-Politiker sieht „erhebliche Einschnitte“ in der Energiewende zu Lasten des Klimaschutzes, unter anderem durch das Zurückfahren von neuen Anlagen zur Gewinnung von Ökoenergie. Wenn bis 2035 nur noch höchstens 60 Prozent des Strombedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden sollen, dann sieht Wallmann in den Plänen von Vize-Kanzler Sigmar Gabriel (SPD) „ein Geschenk an die Kohle-Industrie“. Zugleich macht er eine Fahrerflucht-Mentalität bei der Bundesregierung aus, wenn beim Vergleich der Kosten für die Stromgewinnung die Umweltschädigung durch die Braunkohleverbrennung nicht berücksichtigt werde. (sff)

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