Zuschlag bei Landeswettbewerb bringt 100 000 Euro

Der Kreis ist jetzt Öko-Modellregion

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Initiatoren der Bewerbung beim Landeswettbewerb

Werra-Meißner. Modellregion Ökolandbau - so dürfen sich die Landkreise Werra-Meißner und Kassel zusammen mit dem Förderverein der Staatsdomäne Frankenhausen, dem Versuchsbetrieb der Universität Kassel-Witzenhausen, ab sofort nennen. Ihre gemeinsame Bewerbung hat beim Wettbewerb des Landes Hessen den Zuschlag erhalten.

100 000 Euro sollen in den kommenden zwei Jahren dazu beitragen, den Ökolandbau vor Ort gezielter zu fördern. Das Preisgeld soll dabei nicht in konkrete Projekte fließen, sondern ist als Personalkostenzuschuss für eine neue Stelle gedacht. Ein Koordinator soll künftig dafür sorgen, die Aktivitäten vorhandener Bio-Betriebe und Initiativen zu bündeln, erklärte der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Rainer Wallmann. Weiter gehe es darum, Möglichkeiten der Zusammenarbeit auszuloten und zu optimieren, neue Ideen anzuschieben und für diese neue Töpfe zur weiteren Finanzierung zu finden.

„Es gibt bereits viele gute Initiativen in den Landkreisen, aber oft wissen diese nicht genug voneinander“, sagt Prof. Dr. Jürgen Heß, Fachgebietsleiter ökologischer Land- und Pflanzenbau an der Universität Kassel in Witzenhausen. Die finanzielle Ausstattung der Modellregion sei zwar nicht üppig, aber das Zusammenführen vieler Betriebe habe großes Potenzial. „Auf dem Fundament, das wir jetzt aufbauen, können wir wachsen.“

Bio-Landbau in Hessen ausbauen 

Sechs Regionen hatten sich bei einem Wettbewerb des Landes Hessen um den Titel „Modellregion Ökolandbau“ beworben. Drei erhielten nun den Zuschlag und sollen Anbau, Verarbeitung und Vertrieb von Biolebensmitteln vorbildhaft umsetzen. Dazu gehören neben den Landkreisen Werra-Meißner und Kassel auch noch der Landkreis Fulda und der Wetteraukreis in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Ökolandbau. Die Initiative ist Teil des Öko-Aktionsplans, mit dem der Anteil des biologischen Landbaus in Hessen gesteigert werden soll. Die regionale Erzeugung soll dabei mit kurzen und transparenten Transport- und Vermarktungswegen helfen. (kbr)

Gepunktet hatte die gemeinsame Bewerbung der Landkreise mit drei Leitprojekten:

 • Direktvermarktung über Hofläden, • Ausbau der Umweltbildung, • Naturschutz durch Bewirtschaftung von Grünflächen, die von Verbuschung bedroht sind.

Auch Witzenhausen als Standort der Hochschule für Ökolandbau habe bei der Entscheidung des Landes eine Rolle gespielt, erklärte die hessischen Agrarministerin Priska Hinz.

Von Kathrin Bretzler

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