Druckfrischer Regionalführer stellt 92 Bio-Anbieter

Werra-Meißner-Kreis ist ein Paradies für Bio-Freunde

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Hühner Gita Sandrock verkauft in ihrem Biolandhof in Reichensachsen Eier, Geflügel, Getreide und als Handelsware das Naturkostvollsortiment.

Werra-Meissner. Der Werra-Meißner-Kreis ist vom 13. bis 16. Februar als „Bioregion im Werratal“ auf der Weltleitmesse „Biofach 2013“ vertreten.

Armin Trube aus Ellershausen baut Getreide an, das Bäcker Norbert Schill aus Frankershausen zum Backen nimmt.

Und das nicht einfach so, sondern zum fünften Mal und zum ersten Mal als alleiniger Vertreter Hessens. „Bio ist ein Pfund zum Wuchern, und das tun wir auch“, kündigt Siegfried Rauer an, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Werra-Meißner (WFG).Im Kielwasser des Fachbereichs Ökologische Agrarwissenschaften ist die hohe Konzentration von Biobetrieben in der Region entstanden, so hat beispielsweise Hans-Jürgen Müller mit Kommilitonen Gut Fahrenbach zum Biohof umgewandelt.

Mit dabei auf der Messe in Nürnberg sind der genannte Fachbereich der Uni Kassel Außenstelle Witzenhausen, das Deutsche Institut für tropische und subtropische Landwirtschaft, die Ringgauer Landkäserei, Stallbau Weiland (Hühnermobil), die Imkerei Curic, Agreco (alle Witzenhausen) und die Landfleischerei Neumeier aus Hessisch Lichtenau.

Die Ringgauer Landkäserei ist eine Bio-Schaukäserei. Durch Fenster kann man den Käsern bei ihrer traditionellen Handwerkskunst über die Schulter schauen.

Mit im Gepäck hat der zuständige WFG-Mitarbeiter Peter Döring die druckfrische Broschüre über die Bioregion im Werratal. Die erfüllt gleich zwei Zwecke: Information der Messe-Fachbesucher und der Bürger des Werra-Meißner-Kreises und der Nachbarregionen. „Denn kaum einer weiß, was es hier vor der Haustür alles gibt“, sagt Siegfried Rauer. 92 Hersteller, Anbieter und Dienstleister sind darin aufgeführt, von denen einige schon überregional bekannt sind, die meisten dem interessierten Bio-Freund aber noch unbekannt sein dürften.

Im September 2001 wurde das deutsche staatliche Bio-Siegel eingeführt. Es ist ein sechseckiges, grün-schwarz-weißes Symbol, mit dem in Deutschland Lebensmittel und andere Produkte gekennzeichnet werden können, die den Kriterien der EG-Öko-Verordnung genügen. Die Genehmigung zur Verwendung eines Siegels wird vom Herausgeber reglementiert und ist an die Einhaltung gewisser Standards und Auflagen geknüpft.

Die bekanntesten Bio-Verbände sind Biokreis, Biopark, Bioland, Demeter, Ecoland, Ecovin, Gäa und Naturland.

Die im Regionalführer Bio-Anbieter aufgelisteten Betriebe gehören überwiegend Bioland und einige wenige Demeter an. Alle anderen können zumindest nachweisen, dass sie heimische Produkte anbieten, die dem Bio-Gütesiegel entsprechen. Im Dezember 2010 nutzten 3803 Unternehmen das Bio-Siegel auf 61.744 Produkten. Im Januar 2012 waren es inzwischen 3992 Unternehmen auf 63.633 Produkten.

Mindestens einmal jährlich wird die Einhaltung der Vorschriften und rechtlichen Bestimmungen bei den Lizenznehmern (Direktvermarkter, Verarbeitungsbetriebe und Händler) vor Ort kontrolliert.

Beim Landwirt überprüfen die Kontrolleure aufgrund der EU-Bio-Verordnungen z. B.

- Artgerechte Tierhaltung

- Düngemitteleinsatz

- Bodenbearbeitung

- Be- und Verarbeitungsräume

- Futtermitteleinsatz.

Von Helmut Mayer

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