Bei Ausschreibung von Hessen-Forst Zuschlag für einen Standort

Kreis plant Windräder im Kaufunger Wald

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Eschwege. Auf dem Weg zum Energieselbstversorger hat der Werra-Meißner-Kreis einen weiteren Schritt getan. Hessen-Forst hat das Auswahl verfahren über die Windenergie-Pachtflächen im Forstgutsbezirk Kaufunger Wald abgeschlossen und mitgeteilt, dass bei der Pachtfläche „Kreuzstein“ die SUN, die der Werra-Meißner-Kreis durch die Verabredung einer strategischen Partnerschaft unterstützt, den Zuschlag bekommen hat.

SUN ist ein Zusammenschluss nordhessischer Stadtwerke, darunter drei aus dem Werra-Meißner-Kreis.

„Wir freuen uns über den Zuschlag an die SUN und werden nun gemeinsam mit unserem Partner die weiteren Schritte zur Errichtung der Windenergieanlage als kommunalen Windpark mit Beteiligungsmöglichkeiten für alle Kommunen sowie den Bürgern des Werra-Meißner-Kreises angehen. Die von Hessen-Forst zu Recht angeregte Abstimmung mit dem zweiten potentiellen Betreiber, der HSE, werden wir anstreben“, so Erster Kreisbeigeordneter Dr. Rainer Wallmann.

Im Teilregionalplan Energie sind 18 Windkraftstandorte im Kreis vorgesehen, zwei gibt es schon bei Friedrichsbrück und Hornel. Dort stehen allerdings nur kleine Anlagen mit einem Megawatt, bei den 23 Windrädern im Klimaschutzkonzept des Kreises handelt es sich um Drei-Megawatt-Anlagen. Beim angestrebten Grad der Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien seien sogar 50 Windräder notwendig, sagt Wallmann, dem es bei allen Zielen auf größtmögliche Akzeptanz in der Bevölkerung und regionale Wertschöpfung geht.

Energiewende ohne Windkraft sei nicht möglich, nur Sonne und Biomasse reichen nicht, sagt Dr. Wallmann. Er rechnet bei der Projektentwicklung, die zunächst Kosten und Risiken trägt, mit ein bis zwei Jahren Dauer. Schon im Vorfeld geprüft wurde die Verträglichkeit in einem FFH-Gebiet und einem Areal, wo sich Schwarzstörche aufhalten.

Von Helmut Mayer

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