Kreis, Städte und Gemeinden übernehmen Finanzierung des Medienwerks in Eschwege

Ferienspiele: Marlene Greß nimmt ihren eigenen Hip-Hop-Song im Tonstudio des Medienwerks in Eschwege auf. Ausbilder Drago Raikovic sorgt am Mischpult für die korrekte Aussteuerung. Angebote dieser Art gehören auch zum Portfolio des Medienwerks. 

Die Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR) will die Kooperation mit dem Medienwerk in Eschwege auch nach Auslaufen der Förderung Ende des Jahres fortsetzen.

Direktor Joachim Becker sagte gestern in einem Gespräch mit Landrat Stefan Reuß und Vertretern des Trägers sowie des Medienwerks darüber hinaus auch die Fortführung der Projektförderung zu.

Einen frei verfügbaren Basiszuschuss durch die Landesanstalt wollte Becker nicht zusagen, im Gegenteil: „Die institutionelle Förderung geht nicht.“

Das Medienwerk hat ein Jahresbudget von 180.000 bis 200.000 Euro und wird bis zum Jahresende im Rahmen des Modellprojektes Landaufschwung in Trägerschaft der Kulturfabrik finanziert. Vom kommenden Jahr an bekommt die Einrichtung eine Grundfinanzierung in Höhe von 120.000 Euro von den Kommunen: ein Drittel vom Werra-Meißner-Kreis, ein Drittel von der Stadt Eschwege, ein Drittel von den übrigen 15 Städten und Gemeinden im Kreis. 

„Wir brauchen ein weiteres Standbein“, sagte Sabine Wilke, Geschäftsführerin des Vereins für Regionalentwicklung. Die LPR werde für Kooperationen benötigt, „aber auch als Finanzierungspartner“, so Wilke, die sich einen jährlichen Zuschuss in Höhe von „mindestens 10.000 Euro“ vorstellt. Das sei ein wichtiges Signal, „um mit anderen Partnern in Verhandlung treten zu können“.

Medienwerk bietet Schulprojekte an

Das Medienwerk bietet unter anderem Schulprojekte an. „Die Schulen sind gut ausgestattet, die Lehrer können die Medienbildung aber noch nicht umsetzen“, stellte Dirk Rudolph, Leiter des Medienzentrums Werra-Meißner, fest.

Die Landesanstalt sieht eine wichtige Aufgabe in der Vermittlung von Medienkompetenz und im Jugendmedienschutz. Für außerschulische Bildung gibt es dafür Fördermittel von der LPR. Workshops mit diesen Inhalten bietet das Medienwerk insbesondere Schulen an. Dafür gibt es Zuschüsse aus anderen Kassen. Das sei ein „sehr zähes Verfahren“, erklärte Medienwerk-Ausbilder Drago Raikovic.

Alexander Feiertag, Vorsitzender des Trägervereins Kulturfabrik, und Landrat Stefan Reuß wiesen auf die Bedeutung der Einrichtung für die mediale Außendarstellung in bewegten Bildern hin. Imagefilme für Kommunen zählen zu den Projekten. Vereine und Unternehmen gehören ebenfalls zu den Kunden. Im Rahmen der Eschweger Ferienspiele bietet das Medienwerk Kindern gerade eine Fotowerkstatt und die Aufnahme eines eigenen Hip-Hop-Songs an.

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