Architekt muss Fassadenänderung zustimmen

Kreishaus: Ausstieg kostet 150.000 Euro

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Eschwege – Ein Ausstieg aus dem Vertrag mit dem Planer des neuen Verwaltungsgebäudes am Schlossplatz in Eschwege wird für den Werra-Meißner-Kreis teuer.

Nach Informationen der Werra-Rundschau müssten für die Auflösung des Kontraktes 150.000 Euro an den Architekten gezahlt werden. Veränderungen an der Fassadenplanung, wie sie jetzt aus Kostengründen im Gespräch sind, bedürfen offenbar der Zustimmung des Architekten. Gespräche über diese Veränderungen sollen wohl erst geführt werden, wenn der Kreistag von seinen bisherigen Beschlüssen abrückt und einer geänderten Planung zustimmt.

Nach der gestrigen Sitzung des Akteneinsichtsausschusses, der unter Ausschluss der Öffentlichkeit tagte, wollte Vorsitzender Jürgen Vogelei zu den Vertragsinhalten nicht Stellung nehmen; lediglich zum Beschluss. „Wir empfehlen dem Kreistag festzustellen, dass der Ausschuss seine Arbeit erledigt hat und dass es keinerlei Beanstandungen an dem Vertrag mit dem Architekt und den Fachingenieuren gibt“, sagte Vogelei. Diese Beschlussempfehlung habe der Ausschuss einstimmig gefasst.

Nach Angaben Vogeleis wurden alle Fragen der Ausschussmitglieder beantwortet. „Die Vergabe der Aufträge erfolgte rechtskonform“, so der Vorsitzende. Die zunächst mit neun Millionen Euro kalkulierten und mit 10,5 Millionen Euro gedeckelten Kosten für den Verwaltungsneubau waren mit der Detailplanung noch vor Baubeginn explodiert. 14,8 Millionen Euro sollte das Kreishaus danach kosten. Die Verwaltung legte geänderte Planungsentwürfe vor. Die beiden favorisierten Varianten kosten jeweils knapp über zwölf Millionen Euro, sehen allerdings zur Kosteneinsparung Änderungen an der Fassadengestaltung vor.

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