Kreisstadt Eschwege geht mit interaktivem Haushalt online

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Haushalt: Auf der Homepage der Kreisstadt Eschwege finden die Besucher seit heute den interaktiven Haushalt zum Durchklicken. Anschaulich werden Kostenentwicklungen dargestellt – beispielsweise für das Johannisfest.

Eschwege. Der interaktive Haushalt der Kreisstadt Eschwege ist am Donnerstag online gegangen. Auf der Homepage der Kommune erfährt der Interessierte Bürger jetzt mit wenigen Klicks, wofür Geld ausgegeben wird und woher die Einnahmen stammen.

Die haushalterischen Aspekte des Johannisfestes liegen seit heute näher als je zuvor. Mit drei Mausklicks ist die entsprechende Produktbeschreibung im interaktiven Etat der Kreisstadt Eschwege zu erreichen. Dort erfährt der interessierte Leser alle fiskalischen Details zu dem Volksfest. Darüber hinaus wird das „Produkt Johannisfest“ bezüglich der Zielgruppe und der Bedeutung für Eschwege beschrieben.

Seit heute ist dieser neue Service auf der Homepage der Kreisstadt online. „Mit dem interaktiven Haushalt“, so Bürgermeister Alexander Heppe bei der Vorstellung, „haben unsere Bürger die Möglichkeit, schneller und direkter Informationen abzufragen.“ Das Johannisfest ist nur ein Produkt in dem Haushalt, der bisher als rund 600-seitiges PDF-Dokument auf der Homepage öffentlich einsehbar war und dieselben Informationen enthielt – eben nur deutlich weniger einfach zu finden.

„Wir wollen den Haushalt transparenter machen, verständlicher darstellen“, erklärt Fachbereichsleiter Huber Küch den neuen Service. Andere Städte im Kreis – Hessisch Lichtenau und Witzenhausen – beispielsweise bieten Vergleichbares bereits an, in anderen Kommunen wird darüber nachgedacht.

Neben dem Nutzen für die Bevölkerung sollen auch die Mandatsträger vom interaktiven Haushalt profitieren. Der eröffnet nämlich im Gegensatz zur gedruckten Form die Möglichkeit, Veränderungen aktuell einzupflegen. Während die sonst üblichen Veränderungslisten zwischen Einbringung und Verabschiedung während der Ausschussberatungen zu einiger Unübersichtlichkeit führen, schafft die elektronische Form der Darstellung einen besseren Überblick. Spätestens 2020 sollen sie in den politischen Beratungen eingesetzt werden. Ganz wegfallen werden die Papierexemplare des Haushaltes dennoch zunächst nicht. Die sind nämlich nach Angaben von Bürgermeister Heppe nach wie vor aus rechtlichen Gründen weiter verpflichtend.

Neben den puren Fakten veranschaulichen und verdeutlichen Schaubilder und Grafiken die Informationen. Für den neuen Service rechnet die Stadt mit jährlichen Kosten in Höhe von rund 4000 Euro. 

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