Paradies für den Eisvogel

Kreisstadt richtet am Werratalsee ein Naturschongebiet ein

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Naturschongebiet: Schautafeln weisen auf den sensiblen Lebensraum am Werratalsee hin. Der Naturpark pflegt und betreut das Areal. Geschäftsführer Marco Lenarduzzi erklärt das Biotop. 

Eschwege. Der Drosselrohrsänger mit seiner markanten Stimme und der Eisvogel mit seinem farbenprächtigen Gefieder fühlen sich in der Insel- und Seenlandschaft auf dem Gelände des ehemaligen Kieswerks am Nordufer des Werratalsees bei Eschwege wohl. Zahlreiche weitere Vogelarten haben dort Brut- und Lebensräume gefunden.

Die Stadt Eschwege hat das Revier als Naturschongebiet gekennzeichnet. Besucher werden um Rücksicht gebeten. Die Insel im See soll nicht angeschwommen, die Uferzonen nicht betreten werden. „Wir beabsichtigen, diese Lebensräume zu erhalten und weiterzuentwickeln“, erklärt Klaus Kurz, Leiter des Fachbereichs Bauen bei der Kreisstadt. „Dabei soll Erholungssuchenden und Naturfreunden die Möglichkeit gegeben werden, die wildlebenden Tiere ohne Störung in ihrem natürlichen Umfeld zu erleben.“

Der See gilt als wertvoller Lebensraum von zum Teil seltenen und vom Aussterben bedrohten Wasservogelarten. Besonders an den ruhigen Uferzonen im Nordwestteil des Sees haben sich bemerkenswerte Lebensgemeinschaften entwickelt, darunter zahlreiche Entenarten, die brüten und Kraniche, die auf ihrem Zug dort rasten.

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