SPD strebt im Werra-Meißner-Kreis Ampel-Koalition an

Eschwege. Nachdem die rot-grüne Koalition im Werra-Meißner-Kreis bei der Kommunalwahl ihre absolute Mehrheit knapp verloren hat, strebt die SPD eine Zusammenarbeit neben den Grünen auch mit der FDP an.

Die Liberalen hatten vor zehn Tagen ein Mandat im Kreisparlament hinzugewonnen, kommen jetzt auf drei Sitze. Zusammen mit den fünf Sitzen der Grünen könnte die SPD (25 Sitze) mit einer Mehrheit von drei Sitzen weiter regieren.

Den Auftrag zum Sondieren der Bereitschaft von Grünen und FDP, gemeinsam mit der stärksten Fraktion im Kreistag ein Bündnis zu schmieden, erhielt der erneut zum Vorsitzenden gewählte Lothar Quanz (Eschwege) von der neuen SPD-Fraktion. Die kam am Montagabend erstmals zusammen.

Ziel ist, erläuterte der Fraktionschef den Fahrplan, noch vor Ostern in jeweils zwei Sitzungen mit Grünen und FDP festzustellen, ob es sich lohnt, weiter über eine Ampel-Koalition zu reden oder nicht.

Man habe in den vergangenen fünf Jahren gut zusammengearbeitet, sagte Grünen-Spitzenkandidatin Sigrid Erfurth. „Wenn es die Chance gibt, diese fortzusetzen, werden wir es auch tun.“ Auch mit der FDP, mit der Meinungsunterschiede im Kreistag oft zu Tage treten, als dritter Kraft im Boot? „Auch mit der SPD sind wir nicht immer einer Meinung“, so Erfurths Antwort.

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