Antrag geht an das Regierungspräsidium

K+S: Antrag für Salzsee und Pipeline zur Oberweser ist fertig

Hofgeismar. Der Düngemittelhersteller K+S wird in den nächsten Wochen einen Antrag für den Bau einer Pipeline zur Oberweser und eines Salzsees stellen. Das bestätigte das Unternehmen auf Anfrage. Der Antrag werde diese oder nächste Woche an das Regierungspräsidium (RP) gehen.

Damit rückt die Einleitung von Salz in die Oberweser und der Bau eines Salzsees einen Schritt näher. Beschlossene Sache sei das aber noch lange nicht: Ulrich Göbel, Pressesprecher von K+S, betonte, dass die Haltung des Düngemittelherstellers in dieser Frage gleich geblieben sei. Das Unternehmen verfolge mehrere Entsorgungsoptionen und bevorzuge eine Entsorgung vor Ort, wo die Salzabfälle entstehen.

Dass die Oberweserpipeline nun durch den schwarz-grünen Koalitionsvertrag „höhere Weihen in Wiesbaden“ erhalten habe, ändere nichts an den Prioritäten. Im Koalitionsvertrag war die Pipeline zur Oberweser unter „umweltgerechte Entsorgung“ aufgeführt. Das hatte Entsetzen in der Region ausgelöst.

K+S stellt einen Antrag im Raumordnungsverfahren. Dabei wird das Regierungspräsidium prüfen, auf welche Flächen eine Leitungstrasse gelegt werden kann. Dabei müsse auch eine Alternativtrasse vorgeschlagen werden, sagt Michael Conrad, Sprecher des RP. Anhand der Vorschläge werde dann abgewogen, wo Mensch, Tier und Natur möglichst wenig gestört werden. (gör)

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