Vernissage

Seelenhaus 2.0: Über 50 Künstler zeigen, wie sie Grenzen und Mauerfall interpretieren

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Grenzen darstellen: Bei der Ausstellung im Seelenhaus interpretierten über 50 Künstlerinnen und Künstler das Thema „Grenzen“ völlig unterschiedlich.

Grenzen und der Mauerfall vor 30 Jahren waren die Themen der Vernissage im Seelenhaus 2.0. Über 50 Künstler haben sich dem Thema gestellt. Bis 9. November sind die Werke zu sehen. 

Gespannt verfolgte Antje Vopicka seit Wochen das geschäftige Treiben am Seelenhaus 2.0 in der Gebrüderstraße/Ecke Marktstraße in den vergangenen Wochen. Vopicka wohnt ganz in der Nähe, weshalb sie alles gut verfolgen konnte. Jetzt freut sie sich zur Vernissage und Ausstellungseröffnung zum Thema Grenzen eingeladen zu sein.

Das ehemalige Lichthaus Grüning ist nicht wiederzuerkennen. Außen hängen große Banner in Höhe der ersten Etage und die Schaufenster quellen von Kunstwerken der unterschiedlichsten Art über. Gleich beim Haupteingang im ehemaligen Verkaufsraum ist die stylische Bar „Checkpoint Charly“ mit den noch vorhandenen Holzwürfeln, vergoldeten sowie bunt gestalteten Wänden, gemütlichen Sofaecken, fantasievoll bemalten Tischchen und einer Theke eingerichtet. Mit dem Namen der Bar ist auch schon eine Möglichkeit das Thema Grenzen auf 30 Jahre Mauerfall und die ehemalige innerdeutsche Grenze zu beziehen, aufgezeigt.

Über 50 Künstler und Künstlerinnen haben sich der Herausforderung des Themas ganz unterschiedlich gestellt und ihre Vorstellungen künstlerisch in den Räumen auf drei Etagen umgesetzt. Vorstandsmitglied Marina Porzelle ist begeistert von der Fülle an Kreativität.

Der Blick hinter den Spiegel: Veerle Sandrock und Josie Schäfer schauen sich im in Streifen geschnittenen Spiegel von Chantal Wichard an.

Nach dem Erfolg der großen Ausstellung in der Wallgasse 2018 wurde am 8. April der Verein Seelenhaus e.V. gegründet und die neuen Räume am Markt angemietet dank der Unterstützung von Aufwind und dem Verein für Regionalentwicklung. Sich als eine Gemeinschaft zusammenzufinden erforderte viel Mut, Kommunikation und Arbeit. Da kam mancher an seine Grenzen. Zum Nachdenken über die eigenen Grenzen und wie man sie überwinden kann, sollen Künstler und Besucher angeregt werden. Auch Bürgermeister Alexander Heppe möchte, dass die Mauern in den Köpfen eingerissen werden. „Ich war 14 Jahre alt beim Mauerfall. Die Stadt war voller Trabis und Wartburgs und voller Menschen. Das war überwältigend!“

Vernissage im Seelenhaus 2.0

Claudia Muth von Aufwind freut sich darauf, noch viele „andere“ Ausstellungen im Eschweger Seelenhaus besuchen zu können.

Öffnungszeiten

 Vom 12. Oktober bis 9. November im Seelenhaus 2.0, Gebrüderstr. 1-3 in Eschwege: donnerstags von 15 bis 19 Uhr, freitags von 15 bis 19 Uhr, samstags von 11 bis 20 Uhr, sonntags von 11 bis 18 Uhr. Anmeldungen unter 0151 21247136.

seelenhaus-eschwege.de

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