Weniger Geburten als 2014

Kurze Namen bleiben im Werra-Meißner-Kreis auch 2015 im Trend

Eschwege. Sie heißen Mia, Alexander und Emil: Im vergangenen Jahr sind diese drei Namen am häufigsten für Babys, die im kreisweit einzigen Kreissaal in Eschwege geboren worden sind, ausgewählt worden.

Der Mädchenname, der sechsmal vergeben wurde, hält sich dabei konstant: Bereits 2014 und 2013 stand er ganz oben auf der Liste.

Ein Trend, der sich aus dem Jahr 2014 ebenfalls fortsetzt: kurze Namen. Das wird vor allem bei den Jungs deutlich: „Der Name Alexander, der wie Emil auch fünfmal vergeben wurde, ist da ein klarer Ausreißer“, sagt der Eschweger Standesbeamte Volker Ullrich. Ben, der 2014 die bundesweite Hitliste anführte, ist ebenso beliebt wie Finn, Jonas und Leon. Deutlich werde vor allem an dem 2015 viermal vergebenen Namen Max, dass längere Namen gescheut werden: „Die lange Form Maximilian war eigentlich immer oben mit dabei, im vergangenen Jahr hingegen ist er nur einmal ausgewählt worden.“

Auch die Doppelnamen werden seltener, dafür kommen die Eltern jetzt häufiger mit dem Wunsch zu ihm, internationale Namen in die Geburtsurkunde einzutragen: „Liam, Tyler und Naomi zum Beispiel sind jeweils zweimal vergeben worden. “

Insgesamt sind 341 Kinder im vergangenen Jahr im Eschweger Krankenhaus geboren worden, dreizehn weniger als noch im Jahr davor. „Es gibt eine Art Wettkampf unter den Angeboten der Kreissäle“, sagt Ullrich, „die Eltern schauen sich vorher eine Vielzahl an und entscheiden dann nach dem besten Angebot.“ Ein besonderer Service in Eschwege sei zum Beispiel, dass ein Bote die Formulare zu den Eltern ins Krankenhaus bringe, sodass diese gar nicht mehr das Standesamt aufsuchen müssen. „Aus Witzenhausen zum Beispiel, wo es keine Geburtsstation gibt, fahren die Paare auch nach Heiligenstadt oder Göttingen und nicht nur nach Eschwege“, macht Ullrich deutlich.

Die älteste Braut 78 Jahre alt

Auch im vergangenen Jahr ist wieder geheiratet worden: 72 Mal in Eschwege. Der beliebteste Tag zum Heiraten war der 15. Mai, viermal gab sich ein Paar an diesem Tag das Ja-Wort. Generell wollten die Paare vor allem freitags heiraten: 46 Mal kamen die Standesbeamten an diesem Wochentag zum Einsatz. Dabei erlebten sie auch Hochzeiten, die besonders in Erinnerung bleiben: So war die älteste Braut 78 Jahre alt, der älteste Bräutigam 73. Der größte Altersunterschied zwischen einem Bräutigam und seiner jüngeren Frau lag bei 14 Jahren, der zwischen der Braut und dem jüngeren Mann bei zwölf Jahren. In Witzenhausen gaben sich 106 Paare das Ja-Wort. (cow)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare