Glasfaser

Landkreis trägt Kosten für Umsetzung bis 2022 - Telekom versorgt 21 Schulen

Das Symbolbild zeigt Glasfaserkabel in Nahaufnahme.
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Ausbau geplant: Auch in Hohenroda soll es bald Glasfaser-Anschlüsse geben.

Die letzten 21 Schulen, die im Werra-Meißner-Kreis noch nicht mit Glasfaser-Internet versorgt werden, sollen bis Ende 2022 an das schnelle Internet angeschlossen werden.

Werra-Meißner – Die Anbindung stellt sich nach Angaben des Landkreises schwieriger dar, weil die Schulen außerhalb des Ausbaugebiets der Breitband Nordhessen GmbH (BNG) liegen, die in Nordhessen den Breitbandausbau vorangetrieben hat.

Seit 2020 kümmert sich das Generalunternehmen Weigand Bau um die Erschließung von Schulen und Bildungseinrichtungen innerhalb des Ausbaugebiets der BNG. 14 Schulen werden so versorgt, für die anderen muss eine Lösung durch einen privaten Anbieter gefunden werden. Die Verhandlungen hat der Kreis geführt und die Telekom als Unternehmen engagiert.

Die Ausbaukosten durch die Telekom wird der Landkreis tragen, weil die Zeit drängt. „Eine Förderung des Landes wurde ausgeschlossen. Ebenso ist eine Co-Finanzierung über den Digital-Pakt ausgeschlossen“, heißt es vom Kreis. Das Projekt hätte vorher ausgeschrieben werden müssen. Das dauere mindestens ein Jahr, bevor mit einem Bau begonnen werden könnte.

„Eine vollständige Umsetzung wäre erst in drei bis vier Jahren möglich“, sagt Sylvia Weinert, Sprecherin des Kreises. Mit der Telekom wurde ein schnellerer Zeitplan ausgehandelt. Abschluss des Projekts ist spätestens 2022.

„Der symmetrische Glasfaseranschluss für alle Schulstandorte im Kreis ist die Voraussetzung dafür, dass in jedem Klassenraum und zur selben Zeit eine ausreichende Internetbandbreite vorgehalten werden kann“, sagt Landrat Stefan Reuß. Phasen des Distanzunterrichts hätten gezeigt, wie wichtig eine stabile Breitbandverbindung sei.

An den Beruflichen Schulen in Witzenhausen und Eschwege sowie den umliegenden Schulstandorten wie der Anne-Frank-Schule und dem Oberstufengymnasium in Eschwege könnte es sogar noch schneller gehen. Hier soll bis spätestens Ende 2021 ein fertiger Anschluss liegen.

Zu dem Telekom-Angebot gäbe es nach Angaben des Kreises „keine Alternativen“. Die BNG, die das Angebot prüfte, stuft es als „marktüblich“ ein. Der Kreisausschuss hat dem Vertrag zugestimmt. Foto: PRIVAT  ts

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