Landtagswahl Hessen

Andreas Hölzel aus Eschwege kandidiert für die Freien Wähler

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Lieblingsplatz: Andreas Hölzel genießt den Ausblick vom Bismarckturm auf den Leuchtberg bei Eschwege. Hölzel kandidiert bei der Landtagswahl für die Freien Wähler. 

Unser Verbreitungsgebiet umfasst die Wahlkreise 9 (Eschwege-Witzenhausen) und 10 (Rotenburg). In den nächsten Tagen werden wir alle 14 Landtagskandidaten dieser beiden Wahlkreise an ihrem Lieblingsort porträtieren. Diesmal: Andreas Hölzel von den Freien Wählern.

Eschwege. Der Begriff Heimat hat für Andreas Hölzel eine ganz besondere Bedeutung. Heimat ist dem Eschweger wichtig, Heimat ist sein Lebensgefühl. „Der Stellenwert kann gar nicht hoch genug bewertet werden“, sagt der 59-Jährige. Bei der Landtagswahl am 28. Oktober kandidiert Hölzel im Wahlkreis 9 (Eschwege-Witzenhausen) für die Freien Wähler.

Wo immer er in der Kreisstadt gewohnt habe, erzählt Hölzel, „den Bismarckturm auf dem Leuchtberg hatte ich immer im Blick; auch schon von meinem Kinderzimmer.“ Den Aussichtsbalkon am Turm hat er als einen seiner Lieblingsplätze ausgemacht. Der Weg zum Turm führt durch idyllischen Laubwald, der Ausblick auf Eschwege mit dem Werratalsee und zum Meißner am Horizont ist atemberaubend. „Hier bin ich gern“, sagt Hölzel nach dem kurzen Spaziergang mit Ehefrau Patrizia und Hund Leon. Der Kaufmann und Vater zweier erwachsener Kinder arbeitet in einem Kasseler Autohaus. Hölzel pendelt täglich, ein Umzug näher zum Arbeitsplatz kommt für den Lokalpatrioten nicht in Frage, auch, wenn das bequemer wäre.

Andreas Hölzel verbindet viel mit seiner Heimat

„Einmal war die Verlockung groß, die Heimat der Karriere wegen zu verlassen“, sagt Hölzel. Letztlich entschied er sich für Eschwege. Viel zu viel verbindet den Kommunalpolitiker mit der Kreisstadt und der gesamten Region. Hölzel sitzt seit Jahrzehnten für die Freie Wählergemeinschaft (FWG) in der Eschweger Stadtverordnetenversammlung, führt die Fraktion, engagiert sich in den Ausschüssen. Auch dem Kreistag Werra-Meißner gehört er an. „Wenn ich in den Landtag will, muss ich das Direktmandat holen“, sagt Hölzel. 

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Auf der Landesliste seiner Partei stehe er viel zu weit hinten, um darüber in das Landesparlament zu kommen – auch, wenn die Freien Wähler den Einzug in das hessische Landesparlament erstmalig schaffen. Die Chancen, von den Menschen im Werra-Meißner-Kreis direkt gewählt zu werden und damit dem nächsten Landtag anzugehören, stünden aber gar nicht so schlecht. „Es wäre so notwendig, dass die Freien Wähler in den Landtag kommen, um die Themen von unten, aus den Kommunen, in das Landesparlament zu tragen“, sagt Hölzel.

Das würden die Freien Wähler allerdings auch jetzt schon tun und damit die etablierten Landtagsparteien dazu zwingen, im Sinne der Bürger zu entscheiden; aber eben mit deutlich höherem Aufwand. Hölzel reklamiert die Streichung der Straßenausbaubeiträge und die für Eltern kostenfreie Betreuung ihrer Kinder in Tagesstätten als Erfolg der Freien Wähler. „Wir haben in beiden Fällen die Initiative gestartet. Die anderen Parteien mussten auf den Druck reagieren, den wir gemeinsam mit den Bürgern aufgebaut haben.“ Hölzel ärgert, dass „die Regierungsparteien in diesen Tagen Minister und Staatssekretäre zum Verteilen von Steuergeldern durchs Land schicken und damit Wahlkampf machen“.

Hölzel will mit Sachthemen punkten. Die ärztliche Versorgung auf dem Land sei ihm wichtig. „In Eschwege entsteht gerade ein Ärztezentrum“, sagt er, „das hat Modellcharakter.“ Er plädiert für ein Ministerium für Digitalisierung. „Da hat Hessen ganz viel verschlafen.“ Hölzel wünscht sich Dezentralisierung bei Behörden und anderen Landesaufgaben – auch das eine Chance für den ländlichen Raum. „Wir brauchen Antworten auf die völlig veränderten gesellschaftlichen Voraussetzungen.“

Für die Landtagswahl 2018 in Hessen gibt es erstmals auch einen Wahl-O-Maten. Die wichtigsten fakten zur Landtagswahl gibt es hier.

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