Bauernverband: Ernte von Gerste soll am Wochenende beginnen

Landwirte warten auf eine Regenpause

Werra-Meißner. „Alle stehen in den Startlöchern.“ Damit meint Uwe Roth, Geschäftsführer des Kreisbauernverbands Werra-Meißner, die Landwirte. „Sie wollen anfangen zu dreschen.“ Doch noch steht der Getreideernte das anhaltend regnerische Wetter entgegen. Also werden auf den Höfen die Getreidelager ausgefegt und die Maschinen gewartet und gepflegt.

Am Wochenende, macht Roth mit Blick auf die Wettervorhersage Hoffnung, dürfte es mit der Ernte von Gerste beginnen. Noch ein paar Tage können sich die Landwirte auch gedulden, doch dann könnte es Probleme geben. „Die Gerste ist schon reif“, erläutert der Verbandsgeschäftsführer, der selbst Landwirt ist. Bis Ende der Woche sei der Reifegrad aber erreicht, bei weiterem Regen würden die Halme abknicken und die Ähren abfallen. Dann käme noch weniger Korn in die Scheuern.

Die Aussichten auf eine gute Ernte hat der strenge und schneelose Frost im Winter sowieso schon zunichte gemacht. „Die Bestände sind sehr lückig“, drückt Roth es aus. Immerhin sei das Wetter gut für ein langsames Abreifen des Getreides, was etwas höheren Ertrag bringe.

Nun müsse noch genügend Wind beim Trocknen helfen, bevor die Mähdrescher in den Einsatz gehen.

Schlimmer sieht es dagegen für die Landwirte aus, die Heu für ihre Tiere machen müssen. Wenn das Gras schon liegt, so Roth, fange es an zu verrotten. Und wenn es noch steht, werde es holzig und verliere somit an Qualität. Für die Futtersilagen wachse das Gras hingegen schnell und gut.

Des einen Leid ist des anderen Freud: Die Anbauer von Zuckerrüben und Futtermais können bei der anhaltend feuchten Witterung frohlocken. Diese Früchte wachsen gut, sagt Roth. Und würde es noch etwas wärmer, begünstigte dies das Gedeihen noch mehr. Danach sieht es in der Tat aus, die Prognosen kündigten für heute Mittag 20 Grad an. Hintergrund, Zum Tage

Von Stefan Forbert

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