Kämmerer Brill kündigt weitere schmerzvolle Einschnitte an

Das Leben in Eschwege wird noch viel teurer

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Das Leben in Eschwege wird noch viel teurer

Eschwege. Das Leben in Eschwege wird deutlich teurer und wesentlich unangenehmer. Das ist das Ergebnis einer Gesprächsrunde gestern Mittag im Rathaus der Kreisstadt, zu der Erster Stadtrat und Kämmerer Reiner Brill Vertreter der Ortsteile, der Kirche, der Sozialverbände und der Vereine eingeladen hatte. Thema: die Finanzierung der Haushaltskonsolidierung.

Der Sparzwang der Stadt - und das ist in anderen Kommunen gerade in der ländlichen Region nicht anders - wird ganz massiv auf Kosten der Bürger gehen. Die Eschweger werden in den kommenden Jahren deutlich stärker zur Kasse gebeten. Gleichzeitig stehen erhebliche Kürzungen von freiwilligen Leistungen zu befürchten.

Beispiel: In der mittelfristigen Finanzplanung der Kreisstadt ist die Erhöhung der Grundsteuer B, die gerade erst auf 420 Prozent gestiegen ist, auf 600 Prozent im Jahr 2016 und auf 850 Prozent zwei Jahre später vorgesehen. Nach Brills Berechnungen müssten Mieter oder Eigentümer einer 100 Quadratmeter großen Wohnung bei einer Anhebung auf 700 Prozent monatlich zwischen 60 und 70 Euro mehr zahlen.

Die Ortsvorsteher der Stadtteile Niederhone und Eltmannshausen, Jürgen Gonnermann und Georg Rost, schilderten eindrucksvoll, welche Auswirkungen die Reduzierung freiwilliger Leistungen auf das Leben in den Orten haben wird. Gerd Strauß vom Eschweger Turn- und Sportverein ging auf die möglichen strukturellen Veränderungen in dem größten Verein der Kreisstadt ein.

„Die Diskussion über das tatsächliche Ausmaß der zusätzlichen Belastungen und Einschränkungen ist in der Bevölkerung so noch gar nicht angekommen“, sagte Brill. Als weiteres Beispiel nannte der Kämmerer den Beitrag, den Eltern für den Kindergartenbesuch ihres Nachwuchses in Zukunft zu zahlen haben, würden Landesvorgaben erfüllt.

Von Harald Sagawe

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