Lehrpfad der Klosterbrauerei erklärt Entstehung des Bieres

Stellen den Braugerste-Lehrpfad vor den Toren Eschweges vor: (von links) Tanja Beck (Klosterbrauerei), Hans-Werner Kretschmer (Landwirt), Johannes Strauß (Landwirt), Braumeister Christian Flender, Christian Fey (Landwirt), Reinhard Strauß (Landwirt), Ernst Andreas (Klosterbrauerei), Mario Görlitz (Landwirt) und Christian Menthe (Landwirt). Foto: Sachs

Eschwege/Grebendorf. Vom Korn zum Bier: Wie sich dieser Weg gestaltet kann man ab sofort auf dem Braugerste Lehrpfad in Erfahrung bringen. Mitten in einem Braugerstefeld am Weg entlang des Werratalsees zwischen Eschwege und Grebendorf ist der Pfad, der von der Eschweger Klosterbrauerei und Landwirten ins Leben gerufen wurde, noch bis zur Erntezeit Anfang August zu bewundern.

Durch die grafische Umsetzung von Marco Deiters und mit Hilfe des Garten- und Landschaftsbau Knigge wurden spannende Schautafeln entlang des Weges durch das Braugerstefeld aufgestellt.

Eine der wichtigsten Zutaten für ein Bier ist das Malz, welches aus der Gerste gewonnen wird. Die Braugerste ist dabei eine ganz besondere Art, die ausschließlich für die Herstellung von Bier verwendet wird. Für die Eschweger Klosterbrauerei bauen Landwirte aus der Region dieses Getreide im Werra-Meißner-Kreis an. Die hier geerntete Braugerste wird ausschließlich für die Biere der Eschweger Klosterbrauerei verwendet.

„Der Anbau von Braugerste ist gar nicht so einfach sondern bedarf einer ganzen Menge Fachwissen und Fingerspitzengefühl.“

„Der Anbau von Braugerste ist gar nicht so einfach sondern bedarf einer ganzen Menge Fachwissen und Fingerspitzengefühl“, erklärt Landwirt Mario Görlitz. Dass auf dem Gerstenfeld, welches den Lehrpfad beherbergt, richtige Profis am Werk sind zeigt unter anderem die Auszeichnung für die beste Braugerste Hessens im vergangenen Jahr, die sich die Landwirte Christian Menthe, Reinhard und Johannes Strauß sicherten.

Auf dem Hinweisschild am Rand des Feldes könnte auch stehen „Betreten erwünscht“. Die Landwirte laden Passanten dazu sein, zwischen der Braugerste den Lehrpfad zu beschreiten. Hier wurde extra ein Weg eingerichtet. Auf insgesamt fünf Tafeln wird alles rund um die Braugerste und das Braumalz erklärt, welche kürzlich hier ausgesät wurde. Noch erinnert das Braugerstefeld mit den frischen grünen Trieben eher an eine Wiese, aber schon bald wird sich das Bild wandeln, um dann Anfang August kurz vor der Ernte goldgelb zu strahlen. „Da nach der Ernte der Braugerste Anfang August ein Lehrpfad keinen Sinn machen würde, sollte man den Besuch nicht zu weit weg schieben“, rät Tanja Beck, Marketingleiterin der Klosterbrauerei.

500 Tonnen Braugerste

Insgesamt 17 regionale Braugerstebauern liefern der Klosterbrauerei Eschwege verbindlich jedes Jahr rund 500 Tonnen Gerste. Nach der Ernte wird aus der reifen, aufbereiteten und gereinigten Gerste das Malz hergestellt. Dies ist eines der wichtigsten Bestandteile von Bier, denn das Malz bestimmt den Geschmack als auch die Farbe. Die Braugerste und das spätere Malz sind also ganz entscheidend für den Charakter eines Bieres. Auf dem Braugerstepfad kann sich jeder selbst darüber informieren.

  

 

 

Von Ann-Kristin Sachs

 

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