Nur lernen, was nötig ist

Viele Erste-Hilfe-Anwendungen wurden vereinfacht

Eschwege. Die Entwicklung der Erste-Hilfe-Kurse wird professionell verfolgt. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Kursteilnehmer nachhaltiger Erste Hilfe lernen, wenn sich der Lernstoff auf wesentliche Inhalte beschränkt. Das sagt Marc Dickey, Ausbildungsleiter bei der Johanniter-Unfallhilfe.

Die Wiederbelebung, die Wundversorgung und die Handhabung eines Laien-Defibrillators, der lebensrettende Stromstöße an das Herz abgibt, werden von den Kursteilnehmern weiterhin erlernt. „Die Defibrillatoren hängen ja mittlerweile in vielen öffentlichen Gebäuden und Firmen“, sagt Dickey. Ein anderer Grund für die Verkürzung der Ausbildungszeit seien die vereinfachten Anleitungen für viele Erste-Hilfe-Maßnahmen beispielsweise bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung. Auch bei der stabilen Seitenlage reichen heute drei einfache Handgriffe, um einen Bewusstlosen vor dem Ersticken zu bewahren.

„Je komplexer die Regel, umso größer ist die Angst, die einen davon abhält, Erste Hilfe zu leisten“, sagt Dickey. Mathias Haas vom DRK in Eschwege ergänzt: „Wir werden keine fünf W-Fragen mehr runterbeten, sondern nur noch an Fallbeispielen üben.“ 

Von Lasse Deppe 

Rubriklistenbild: © Foto: dpa

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