Lernen statt Ferien machen

85 Schüler besuchen das Osterferiencamp an der Anne-Frank-Schule in Eschwege

Bereiten sich auf ihre Mathematik-Abschlussprüfungen im Mai vor: Joyce Engelmohr (vorn) sowie Tim Müller und Anne Ebisch. Sie alle sind Schüler der zehnten Klassenstufe an der Anne-Frank-Schule. Foto: Spanel

Eschwege. In den Osterferien drücken 85 Schüler in der Eschweger Anne-Frank-Schule (AFS) die Schulbank – und das höchst freiwillig und mit großer Begeisterung.

Was ungewöhnlich klingt, hat in der Anne-Frank-Schule seit elf Jahren Tradition: Das Osterferiencamp – im Übrigen das einzige im Schulamtsbezirk Bebra – ist aus dem AFS-Jahreskalender nicht mehr wegzudenken.

„Die Teilnahme am Camp“, so Organisator und Mitglied der Schulleitung Berthold Diegel, „gehört für die Schüler mittlerweile zum guten Ton.“ Gezielt und mit den individuellen Stärken und Schwächen der Schüler im Fokus werden die Jugendlichen der Klassen 9H und 10R der AFS sowie die der Abschlussklasse 10 der Pestalozzischule auf die Abschlussarbeiten im Mai vorbereitet. Intensiv werden die Prüfungsschwerpunkte in den Fächern Deutsch, Mathe und Englisch durchgenommen.

Zielorientiertheit steht in den insgesamt sieben Tagen des Lernens – in der kommenden Woche wird noch am Montag und Dienstag geübt – im Mittelpunkt. Unterrichtet werden die Schüler von AFS-Lehrer Tobias Schmidt, Ellen Hantke-Wittich, die das Osterferiencamp bereits im elften Jahr pädagogisch begleitet, sowie den drei Lehramtsstudentinnen Kim Blum, Sarah Bachmann und Michaela Müller. Zum Trainer-Team gehören auch Silke Küllmer sowie der pensionierte Lehrer Horst Pelka. „Leistungsstarke Schüler“, so Berthold Diegel, „werden als Helfer eingesetzt.“ Für die Teilnahme am Osterferiencamp erhält jeder Jugendliche zudem ein Zertifikat.

Nicht fehlen aber darf das gute Zusammengehörigkeitsgefühl – und so startet jeder Tag des Osterferiencamps mit einem gemeinsamen, ausgewogenen Frühstück in der Schulküche, bereitet von den Sekretärinnen. Hier kommen alle Schüler und Trainer zusammen, tauschen sich aus und pflegen Kontakte.

„Der Erfolg gibt uns recht“, sagt Berthold Diegel. Wer das Osterferiencamp besuche, schaffe auch seinen Schulabschluss – das belegten die Erfahrungen aus den vergangenen elf Jahren. „Natürlich ist das Camp allein kein Garant“, so der Organisator mit einem Schmunzeln – „aber die intensive Vorbereitung kann am Ende den Unterschied machen.“

Von Emily Spanel

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