Freiwillige Paten bringen in Familien den Kindern die Bücher näher

Vor Lesen steht Vorlesen

Vorlesepaten: Vorlesen fördert Sprache und Konzentration, aber auch eine Handpuppe nehmen die Vorleser zur Hilfe, um die Fantasie der Kinder anzuregen. Foto: W. Skupio

Eschwege. „Ich habe meinen Enkeln schon immer vorgelesen, die haben dann sogar ihre Freunde mitgebracht“, erklärt Doris Engel, warum sie eine von zehn Vorlesern des Projektes Vorlesepaten geworden ist.

Das Projekt hat sich, finanziert durch den Rotary Club und die Lions Clubs Eschwege und Werratal, zur Aufgabe gemacht, Kindern vorzulesen, wenn Familien das aufgrund von Arbeit und Zeitmangel nicht mehr schaffen.

„Dazu haben wir die Vorlesepaten an vier Abenden jeweils zwei Stunden lang in der Stadtbücherei qualifiziert. Wie lese ich richtig vor, welches Buch ist für welches Kind geeignet und wie verhalte ich mich in fremden Familien, das waren unsere Themen bei der Schulung“, erklärt Sarina Hemmer, Koordinatorin des Projektes. „Das Wissen wird heutzutage immer noch über Bücher vermittelt, deshalb ist es so wichtig, das Interesse der Kinder für Bücher zu wecken, erklärt Irma Bender, Leiterin der Evangelischen Familienbildungsstätte (FBS).

Vor dem Lesen stehe deshalb allerdings das Vorlesen. Die Vorlesepaten kommen einmal die Woche ungefähr eine Stunde in die Familie, gelesen wird dabei aus Klassikern, aber auch aus aktuellen oder Bilderbüchern. Wer an dem Projekt interessiert ist, ob als Familie oder als Vorlesepate, kann sich in der FBS melden. „Über mehr Herren als Vorleser wäre sehr ich froh“, sagt Hemmer, denn nicht nur das Zuhören, sondern auch das Vorlesen macht Spaß.

Von Wolfram Skupio

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